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Wie werde ich ...? Personaldienstleistungskaufmann

Bonn/Berlin Die geeignete Arbeitskraft an den richtigen Platz zu vermitteln - das ist das Tagesgeschäft von Zeitarbeitsfirmen. Die Branche ist in den vergangenen Jahren gewachsen.

Eine spezielle Ausbildung, die auf die Tätigkeit in der Zeitarbeit vorbereitet, gibt es allerdings erst seit kurzem: Zum 1. August wurde der Ausbildungsberuf Personaldienstleistungskaufmann (PDK) eingeführt. «In der Branche ist die Zielsetzung, etwa 1000 neue Ausbildungsplätze pro Jahr zu schaffen», sagt Rainer Brötz vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn.

Der Bundesverband Zeitarbeit (BZA) in Berlin schätzt, dass es bereits etwa 700 Ausbildungsplätze gibt, von denen ungefähr 500 mit einem Lehrling besetzt sind. Bisher haben die Unternehmen meist nur zum Büro- oder Bürokommunikationskaufmann ausgebildet. Zwar vermitteln beide Ausbildungen kaufmännische Inhalte, Personaldienstleister setzen sich aber mehr mit rechtlichen Aspekten auseinander: «Sie beschäftigen sich zum Beispiel mit Arbeitnehmerüberlassungsrecht und Kündigungsschutz», sagt Thomas Läpple vom BZA.

Vertrieb, Marketing und Akquise spielen ebenfalls eine Rolle. «Schließlich müssen die Auszubildenden später Gespräche mit Kunden führen und deren Wünsche richtig einschätzen können», erklärt Läpple. Kommunikative Fähigkeiten und soziale Kompetenz im Umgang mit Menschen sind daher wichtig. «Darüber hinaus kümmern sie sich um die Planung und Organisation, Rekrutierung und Einstellung sowie den Einsatz von Personal», fügt der Experte vom BIBB hinzu.

Personaldienstleistungskaufleute sind allerdings nicht auf die Zeitarbeitsbranche beschränkt. Sie können überall dort arbeiten, wo es um Personal geht. Der Auszubildende bekomme in der Lehre schließlich das entsprechende Rüstzeug, um später auch Personalabteilungen von Unternehmen führen zu können, sagt Anja Clarenbach vom Arbeitgeberverband Mittelständischer Personaldienstleister (AMP) in Berlin.

Die Ausbildung steht für Bewerber aller Schulabschlüsse offen. «Der Beruf ist so konstruiert, dass er sich für Hauptschulabgänger eignet, aber auch Perspektiven für Leute mit einem höheren Abschluss bietet», erklärt Brötz. Die Lehre dauert in der Regel drei Jahre. «Je nach individueller Leistung, dem Schulabschluss und der Einschätzung von Betrieb und Schule kann die Ausbildungszeit aber auch auf 2 oder 2,5 Jahre verkürzt werden», so der Experte vom BIBB.

Unabhängig vom Schulabschluss sind gute Noten in Mathe und Deutsch von Vorteil. «Der Auszubildende sollte keine Berührungsängste mit mathematischen Kalkulationen haben», sagt Clarenbach. Denn bei der Einstellung von Personal sei es wichtig, die entstehenden Kosten zu errechnen. Besonders Unternehmen, die viel mit ausländischen Arbeitskräften zu tun haben oder in Grenznähe liegen, legten oft auch Wert auf Fremdsprachenkenntnisse.

Wer Personaldienstleistungskaufmann werden möchte, muss allerdings eventuell einen Umzug in die Stadt in Kauf nehmen. Gerade in der ersten Zeit werde die Ausbildung vor allem von Firmen in urbanen Gebieten angeboten, erklärt Läpple. Der ein oder andere Auszubildende muss wahrscheinlich auch einige Kilometer zwischen Ausbildungsstätte und Berufsschule zurücklegen. Denn laut dem Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) in Münster bieten in Deutschland bisher gerade einmal 33 Schulen die neue Ausbildung an

Der BZA hat für den Lehrberuf eine Gehaltsempfehlung veröffentlicht: In den alten Bundesländern liegt sie zu Ausbildungsbeginn bei monatlich 650 Euro, und 780 Euro im dritten Lehrjahr. In den neuen Bundesländern steigt die Vergütung zwischen erstem und letztem Ausbildungsjahr im Idealfall von 500 auf 620 Euro.

Die Chancen, nach der Lehre eine feste Anstellung zu bekommen, stehen laut Clarenbach nicht schlecht: «Die Zeitarbeitsunternehmen haben eine spezielle Ausbildung für ihre Branche gefordert und sie auch bekommen.» Es sei daher sehr wahrscheinlich, dass viele Firmen in den ersten Jahren hauptsächlich für den eigenen Bedarf ausbilden. Außerdem biete die Ausbildung eine gute Grundlage für ein anschließendes Studium.

Weitere Infos: www.alle-achtung.info Von Ragah Kamel, dpa

dpa-infocom


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