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«Wii Fit»: Neue Spiele für das Balance Board

München/Berlin Hula-Hoop-Reifen drehen, Skispringen oder auch Joggen, ohne das Wohnzimmer verlassen zu müssen: Das Spiel «Wii Fit» und sein Balance Board machen Erstaunliches möglich.

Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass auch andere Anbieter die Vorzüge des Steuergeräts erkannt haben, das mehr von einer Personenwaage als von einem herkömmlichen Joystick hat. Zuletzt ist eine Reihe von Spielen für die Wii-Konsole erschienen, die Nintendos «Balancier-Brett» unterstützen - und es dürften noch mehr werden.

In dem Kunststoff-Board verbergen sich Sensoren, die die Bewegungen des darauf stehenden Spielers registrieren. Wer also etwa bei «Wii Fit» die Hula-Hoop-Übung aufruft, muss die Hüften rhythmisch und im richtigen Tempo kreisen lassen. Das fühlt sich fast so an, als kämpfe man mit einem echten Reifen aus Plastik oder Holz gegen die Schwerkraft und bewege nicht nur ein Männchen auf dem Bildschirm.

Doch so ausgefeilt die Technik dahinter und die Auswahl an Übungen bei «Wii Fit» auch sein mögen: Irgendwann lässt der Reiz nach. Laut Markus Schwerdtel von der Zeitschrift «GameStar» stand das Balance Board bei vielen Spielern schon relativ bald unbenutzt in der Ecke. «Für die Spieler wäre es natürlich schön, wenn sie Auswahl hätten», sagt Olaf Wolter vom Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware in Berlin.

Diese Auswahl gibt es inzwischen. Seit Mitte November steht etwa «Shaun White Snowboarding: Road Trip» in den Läden. Bei dem Titel von Ubisoft gilt es, Pisten hinunterzujagen und unterwegs Hindernisse zu überspringen. Auch in Halfpipes muss der Spieler eine gute Figur machen. Wer zum ersten Mal auf dem Balance Board steht, bekommt das nicht auf Anhieb hin. Aber mit etwas Übung legt sich der Snowboarder immer seltener in den Pixel-Schnee.

«Wir wollten, dass das Ganze so nah wie möglich ans echte Snowboarden kommt», sagt der Spieledesigner Jean-Christophe Pelletier. In der Praxis sieht das so aus, dass der Spieler sein Gewicht verlagern muss, um zu steuern - oder auch, dass sich seine Figur dreht, wenn er auf den Zehenspitzen oder Fersen steht. «Zum Springen muss man allerdings ein bisschen auf das Board drücken.» Richtig hüpfen verbietet sich, sonst wäre das Kunststoffbrett womöglich schnell hinüber.

In eine ähnliche Kerbe schlägt Electronic Arts mit «Skate It»: Hier wird aber - auf dem Board balancierend - auf Asphalt geskatet. Bei «Family Ski» von Namco Bandai sind wiederum Schussfahrten und Wedeln auf der Piste angesagt. Und bei «RTL Winter Sports 2009 - The Next Event» geht es mit Hilfe des Bretts ans Bobfahren, Curling oder Eiskunst- und Eisschnelllaufen. «Das Balance Board eignet sich eben besonders für Skate-, Snowboard- oder Rennspiele», sagt Schwerdtel.

Allerdings kommt es auch in ganz anderen Zusammenhängen zum Einsatz. So wird es zum Beispiel bei Nintendos jüngst erschienenem Titel «Wii Music», bei dem sich Besitzer der Konsole als Dirigenten und Musiker versuchen können, zum Schlagzeugspielen benutzt. «Man bedient damit die Fußpedale», erklärt Pascal Schmidt, Marketing-Chef bei Nintendo im bayerischen Großostheim.

Auch bei einem weiteren neuen Titel aus dem Hause Ubisoft stellt der Spieler eher Ungewöhnliches an: Bei «Rayman Raving Rabbids TV Party» muss er auf dem Board stehend durchs Weltall steuern. Oder er nimmt mit dem Allerwertesten darauf Platz, um eine - mitunter lauthals muhende - Kuh eine vereiste Strecke hinunterzubugsieren. Die Wii-Fernbedienung und der sogenannte Nunchuck ersetzen dabei die Zügel.

Auch wenn die Mehrzahl der Spiele, die das Brett unterstützen, nicht bei Nintendo erscheint, steht das Unternehmen dahinter: «Wir haben von Anfang an gehofft, dass die Publisher die Möglichkeiten sehen, die das Balance Board bietet», sagt Schmidt. Hinzu kommt: Wer es für einen Titel nutzen möchte, muss dafür Lizenzgebühren an Nintendo zahlen.

Trotzdem dürften weitere Anbieter nachziehen. Für das Frühjahr 2009 hat etwa 2K Games den Box-Titel «Don King presents Prizefighter» angekündigt. «Ich sollte als Publisher aber auch an diejenigen denken, die kein Balance Board haben», sagt Schwerdtel.

Ubisoft hat das bei «Shaun White Snowboarding» getan. Die Tatsache, dass sich das Spiel etwa auch per Wii-Fernbedienung steuern lässt, hat nicht zuletzt einen recht simplen Grund: Als sich die Entwickler an die Arbeit machten, gab es das Balance Board noch gar nicht. Von Florian Oertel, dpa

dpa-infocom


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