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Speicherplatz im Netz gewinnt an Bedeutung

Hannover/Bonn Die Festplatte des Rechners zu Hause ist riesig.

Aber was bringt das dem Nutzer, wenn er unterwegs spontan auf Dokumente zugreifen oder Fotos vorführen will?.

Wer für solche Fälle nicht immer die externe Festplatte oder einen Memorystick im Gepäck haben will, für den sind «Web-Platten» eine Alternative: persönlicher Speicher im Netz, auf den sich von quasi jedem Rechner aus zugreifen lässt. Die entsprechenden Angebote sind leicht zu handhaben, aber vor allem das Ablegen von Daten nimmt oft noch viel Zeit in Anspruch. Und auch das Thema Sicherheit sollten die Nutzer ernst nehmen.

Speicher im Netz bekommen Anwender zum Beispiel, wenn sie sich für die kostenpflichtigen Varianten bestimmter Webmail-Dienste wie den Web.de Club oder Gmx ProMail entscheiden. Bei Gmx etwa gibt es auch in der kostenlosen Variante etwas Web-Platz. Auch wer einen DSL-Vertrag abschließt, bekommt mitunter Online-Speicher dazu, sagt Holger Bleich von der Zeitschrift «c't». Hinzu kommen Spezialdienste wie Wuala, Dropbox, Humyo, Box.net oder DropBoks.

«Immer mehr Anbieter gehen dazu über , eine bestimmte Kapazität umsonst anzubieten - und alles darüber hinaus muss bezahlt werden», sagt Peter Knaak, Computerexperte der Stiftung Warentest in Berlin. Humyo zum Beispiel bietet 10 GB gratis an und verlangt für 100 GB vom zweiten Monat an 12,99 Euro, für 250 GB knapp 26 Euro. Bei manchen Diensten wie Microsoft's Skydrive gibt es nur die Gratis-Variante (hier: 5 GB).

Ein Sonderfall ist Wuala, wie die Zeitschrift «PC Praxis» erklärt: Der Anbieter hat an sich zwar nur 1 GB Speicher umsonst im Programm - für mehr muss bezahlt werden. Weil der Dienst aber wie Tauschbörsen nicht über einen zentralen Server, sondern nach dem Peer-to-Peer-Prinzip funktioniert, können sich Nutzer, die einen Teil ihrer Festplatte für das Netzwerk freigeben, weiteren Onlinespeicher hinzuverdienen.

Trotz eines solchen Angebots: Insgesamt sind die Online-Speicher derzeit nicht gerade billig - vor allem dann nicht, wenn man sie mit den Verkaufspreisen externer Festplatten vergleicht. Für die Zukunft können sich Nutzer nach Holger Bleichs Worten zwar nicht auf fallende Preise einstellen, aber auf mehr Speicher fürs gleiche Geld - ganz ähnlich wie auch bei den externen Festplatten.

Die meisten der Web-Verianten lassen sich nach dem Registrieren entweder direkt im Browser nutzen, wie Holger Bleich erklärt. Oder der Nutzer muss eine Client genannte Software auf dem eigenen Rechner installieren. Werden Daten auf den Netz-Speicher geschaufelt, ist das technisch gesehen ein Upload - wie das Einstellen eines Videos bei YouTube. Entsprechend handelt es sich beim Zugriff auf die Daten um einen Download.

Das Herunterladen geht flott: Bei neuen DSL-Verträgen ist ein Tempo von bis zu 16 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) Standard. Dagegen zeigt sich beim Upload, dass dem Komfort im Umgang mit Web-Platten noch Grenzen gesetzt sind: Hier liegt die Geschwindigkeit derzeit bei maximal 1 Mbit/s, und selbst das nur im Idealfall, erläutert Bleich. «Für ein 100 Megabyte (MB) großes MP3-Album braucht man dann 13,20 Minuten - und für eine mit 4,8 GB volle DVD stolze 10,6 Stunden» - oder noch länger.

Neben solchen eher praktischen Fragen spielt die Datensicherheit eine wichtige Rolle. «Denn Online-Speicher ist eben etwas anderes als eine externe Festplatte, für die man schon die Wohnungstür aufbrechen müsste, um an die Daten zu gelangen», sagt Peter Knaak. Daher sollten Nutzer es sich gut überlegen, ob sie neben Unbedenklichem wie Bildern aus dem Urlaub auch vertrauliche Inhalte dort speichern wollen.

Die Daten könnten schließlich - zumindest theoretisch - schon beim Upload oder später beim Herunterladen abgegriffen werden. «Das Mindestmaß an Sicherheit für den Weg vom Server und wieder zurück ist deshalb die SSL- oder TLS-Verschlüsselung», sagt Martin Bierwirth vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn. Hat ein Anbieter keines von beidem im Programm, entscheidet sich der Nutzer besser für einen anderen.

Zumindest vertrauliche Dateien wie Adressbücher sollten nach Martin Bierwirths Worten verschlüsselt abgelegt werden: «Der einfachste Weg für Windows-Nutzer ist hier, Zip-Archive zu erstellen und die Dateien dabei zu verschlüsseln.» Oder der Nutzer verwendet ein spezielles Verschlüsselungsprogramm wie TrueCrypt oder PGP (Pretty Good Privacy) beide gibt es auch in kostenlosen Varianten.

Wuala: www.wua.la

Dropbox: www.getdropbox.com

Humyo: www.humyo.de

Box.net: www.box.net

DropBoks: www.dropboks.com

MyDrive: www.mydrive.ch/de

Web.de Club: www.web.de

Gmx ProMail: www.gmx.de

Microsoft's Skydrive: skydrive.live.com Von Florian Oertel, dpa

dpa-infocom


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