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Welche Bank welcher Philosophie anhängt

Düsseldorf Im Finanzsystem hat es weltweit gekracht. Viele Sparer suchen jetzt nach langfristiger Sicherheit und fragen sich, worin sich Banken jenseits von Zinsen und Kontogebühren unterscheiden. Ein Blick in die Geschichte hilft dabei.

Sparkassen, Genossenschaftsbanken und Privatbanken haben Wurzeln, die das Geschäft bis heute prägen. Ein klarer Wegweiser können die unterschiedlichen Modelle heute zwar möglicherweise nicht mehr sein - und zu starrer Verbundenheit sollte eine Philosophie auch nicht führen, sagt Hartmut Strube von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Er empfiehlt vielmehr, je nach gewünschtem Produkt kühl zu kalkulieren: Festgeld hier, Depot da, Girokonto dort - je nach Gebühr oder Verwaltungsaufwand. Und er rät, keine Scheu vor einem Wechsel zu haben.

Sparkassen entstanden vor etwa 200 Jahren «aus dem Gedanken der bürgerlichen Selbstverwaltung heraus», erläutert Michaela Roth vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) in Berlin. Die von Bürgern gegründeten Kassen sammelten einst das Geld «kleiner» Leute ein, legten es an und verschafften so den Sparern ein finanzielles Polster. Aus den Einlagen wurden auch Kredite an ortsansässige Handwerker und Gewerbetreibende vergeben.

«Dieses Geschäftsmodell hat sich im Kern bis heute erhalten.» Mehr als die Hälfte der Haushalte in Deutschland lässt demnach das Hauptkonto von einer der bundesweit 443 Sparkassen führen. Träger der modernen Sparkassen sind die Kommunen. Kämen die öffentlich-rechtlichen Institute in Schieflage, würden Städte und Landkreise in die Bresche springen. Außerdem soll die Konstruktion vor Übernahmen durch private Investoren schützen.

Die Genossenschaftsbanken gehen unter anderem auf einen im 19. Jahrhundert gegründeten «Vorschussverein» zurück. Er griff Gewerbetreibenden und Kleinunternehmern unter die Arme, weil diese damals kaum Kredite bekamen. Im «Vorschussverein» halfen Mittelständler sich gegenseitig mit Geld aus. Daraus entwickelte sich der Begriff der Volksbank. Heute kann jeder Kunde Genossenschaftsanteile kaufen.

«Sie werden Mitglied und profitieren damit von einer Dividende und Mitbestimmungsrechten», erläutert Cornelia Schulz, Sprecherin des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) in Berlin. Gut aufgehoben sollen sich vor allem Kunden fühlen, die intensive Beratung wollen. Statt an «Schnäppchen und Schnellgeschäft» hätten die Institute Interesse an langfristiger Zusammenarbeit, möglichst schon von Kindesbeinen an.

Wenn vom großen Geld und vermögenden Kunden die Rede ist, sind allerdings meist die börsennotierten Geschäftsbanken gemeint. Sie müssen Renditen für ihre Aktionäre erwirtschaften. Kleine Sparer seien auch hier gern gesehene Kundschaft, sagt Christian Lipicki vom Bundesverband deutscher Banken in Berlin, der rund 220 private Institute vertritt. In der Regel unterhalten diese aber nicht an jeder Ecke eine Filiale, vor allem in ländlichen Regionen sind Zweigstellen rar. Von Monika Hillemacher, dpa

dpa-infocom


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