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Im November geht es los: Tipps zum Wohn-Riester

Berlin/Bremen Die erste Fernsehwerbung für geförderte Bausparangebote läuft schon: Im Sommer haben Bundestag und Bundesrat das neue Eigenheimrentengesetz verabschiedet - rückwirkend zum Jahresbeginn 2008 gibt es den sogenannten Wohn-Riester in der Theorie.

Auf den Markt sollen die ersten neuen Produkte Anfang November kommen, nach der Zertifizierung durch den Gesetzgeber. Fragen und Antworten rund um die neue Förderung:

WER KANN VON DER NEUEN FÖRDERUNG PROFITIEREN? Gefördert werden ausschließlich der Bau oder der Kauf einer selbst genutzten Immobilie. Wer nur kauft, um an andere zu vermieten, erhält keinen Zuschuss. Und wer zum Beispiel modernisieren will, muss auf andere Förderungen zurückgreifen - zum Beispiel auf die Programme der Förderbank KfW. Denn der Wohn-Riester soll dafür sorgen, dass die Immobilie als einer der Bausteine in der Altersvorsorge - neben Rentenversicherungen, Fondssparplänen oder Banksparplänen - in der Förderung nicht mehr außen vor steht.

WARUM GIBT ES NOCH KEINE PRODUKTE? Derzeit läuft das Zertifizierungsverfahren des Gesetzgebers. Denn Bausparverträge und Darlehen müssen bestimmte Kriterien erfüllen, damit sie nach den Bedingungen der staatlichen Förderung zuschussfähig sind. Das muss nach Angaben des Bundesfinanzministeriums (BMF) in Berlin vorab geprüft werden. Der anvisierte Starttermin ist der 1. November, dann sollen die ersten Produkte auf den Markt kommen. Geprüft wird laut BMF unter anderem, ob es sich um einen durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) zertifizierten Vertrag handelt und ob die Verwendung der Mittel für die Altersvorsorge sichergestellt ist. Denn andere Zwecke sollen nicht gefördert werden.

WELCHE PRODUKTE WERDEN GEFÖRDERT? Das können die üblichen Bausparverträge und Baudarlehen sein, erläutert Arno Gottschalk, Baufinanzierungsexperte der Verbraucherzentrale Bremen. Voraussetzung ist allerdings eine bestimmte Summe, zumindest am Anfang. Denn um zum Beispiel Banken und Versicherungen als Anbieter bisheriger Riester-Produkte gegenüber den Bausparkassen nicht zu benachteiligen, wurde eine Übergangsfrist in die Regelung eingebaut, erklärt Alexander Nothaft vom Verband der Privaten Bausparkassen in Berlin: Wer vor dem 1. Januar 2008 einen Riester-Vertrag abgeschlossen hat, muss mindestens 10 000 Euro angespart haben, um damit in die Baufinanzierung einzusteigen. Mit weniger als 10 000 Euro ist die Entnahme erst von Anfang 2010 an möglich.

KANN ICH TROTZDEM SCHON EINEN VERTRAG ABSCHLIEßEN? Das ist möglich, denn zum Beispiel die Landesbausparkassen (LBS) bieten schon sogenannte Optionstarife an, erläutert Axel Guthmann von der LBS-Bundesgeschäftsstelle in Berlin. Das bedeutet, dass etwa ein Bausparvertrag jetzt geschlossen wird mit dem Zusatz, mit dem Start des Wohn-Riesters sofort in einen entsprechend geförderten Vertrag umgewandelt zu werden.

Wer bis Jahresende abgeschlossen und seinen Zulagenantrag abgeschickt hat, bekommt die Förderung für das ganze Jahr. Im Grunde werde sich wenig ändern: Kunden müssten nur das zusätzliche Zulagenformular ausfüllen, alte Verträge können laut Nothaft «mit großer Sicherheit» umgewandelt werden. Die Deutsche Bank und die BHW Bausparkasse machen dagegen noch keine Angaben zur konkreten Ausgestaltung ihrer Pläne, ebenso wenig der Bundesverband deutscher Banken in Berlin.

LOHNT SICH DER WOHN-RIESTER?: Ein geförderter Vertrag ist besser als einer ohne Förderung. Aber der Wohn-Riester kann im Vergleich zur früheren Eigenheimzulage ein schlechter Ersatz als Hilfe zum Bau sein: «Die Eigenheimzulage hat durch den Zuschuss auf das Grundkapital den Darlehenszins dauerhaft verringert», sagt Arno Gottschalk. Unterhalb bestimmter Einkommensgrenzen wurde sie als Geschenk gewährt. Ein unmittelbarer Vergleich zum Wohn-Riester sei schwer - aber in den meisten Fällen werde sich die Eigenheimzulage besser gerechnet haben. Der Verbraucherschützer stellt außerdem den Bausparvertrag grundsätzlich infrage: «Die Zinsen sind vergleichsweise niedrig.» Ihr Eigenkapital vermehren Sparer mit anderen Produkten besser, sagt er. Von Thorsten Wiese, dpa

dpa-infocom


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