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Belegschaftsaktien bieten Steuervorteile

Frankfurt/Main Aktien stehen bei deutschen Anlegern derzeit nicht gerade hoch im Kurs.

Ein wenig Geld dazuverdienen und ein bisschen Chef spielen - das klingt für Berufstätige aber verlockend.

Ist das Risiko im Vergleich zur Börse außerdem gering, wird gerne etwas Geld investiert. Mit diesen Reizen locken Belegschaftsaktien, die Aktiengesellschaften an ihre Beschäftigten oft besonders günstig verteilen. Der Staat fördert diese Beteiligung künftig noch stärker mit Steuervorteilen.

Etwas mehr als eine Million Belegschaftsaktionäre hierzulande zählt das Deutsche Aktieninstitut (DAI) in Frankfurt. «Beschäftigte können auf diese Weise an der Wertentwicklung des Aktienkurses teilhaben und auch die Geschicke des Unternehmens mit beeinflussen», erklärt Norbert Kuhn vom DAI.

Läuft das Geschäft gut, steigt meist auch der Börsenkurs und die Höhe der Ausschüttung. Mitarbeiter-Aktionäre können dadurch ihr Einkommen aufbessern. «Als Mitbesitzer erhalten sie außerdem bestimmte Informationsrechte und damit Einblick in die Arbeit des Managements», erklärt Volkmar Hanf, Geschäftsführer der Gesellschaft für innerbetriebliche Zusammenarbeit (GiZ) in Kassel, ein auf die Mitarbeiterbeteiligung spezialisiertes Beratungsunternehmen.

Da laut Hanf meist stimmberechtigte Aktien an Beschäftigte ausgegeben werden, können sie bei wichtigen Entscheidungen mitreden. Gewicht hat ihre Meinung im Normalfall allerdings nur, wenn sie sich mit anderen Aktionären zusammentun: «Der Aktienanteil einzelner Mitarbeiter ist meist zu klein, um Einfluss auszuüben.» Trotzdem gelten Belegschaftsaktionäre als verhältnismäßig treue Investoren. Als Gegenleistung gibt es die Anteilsscheine billiger. Dass Mitarbeiter nur die Hälfte des Nominalwerts oder Börsenkurses zahlen müssen, ist dem GiZ-Geschäftsführer zufolge nicht unüblich.

Außerdem gibt es Steuervorteile: Der Staat fördert die Kapitalbeteiligung von Mitarbeitern an Unternehmen, denn auf Aktien-Rabatte in Höhe von derzeit 135 Euro werden keine Steuern und Sozialabgaben fällig. Ab April 2009 soll dieser Maximalbetrag auf 360 Euro steigen. Bei weiteren verbilligten Anteilen muss der Rabatt als «geldwerter Vorteil» versteuert werden, sagt Norbert Kuhn.

Investieren Mitarbeiter bis zu 400 Euro von ihrem Nettoeinkommen, legt der Staat außerdem 18 Prozent davon, ab April 2009 sogar 20 Prozent oben drauf. Die Einkommensgrenze für die Arbeitnehmersparzulage werden darüber hinaus auf 20 000 Euro für Ledige und 40 000 Euro für Ehepaare erhöht (aktuell: 17 900/35 800).

Doch es gibt auch ein großes Risiko: «Geht das Unternehmen Pleite, erwischt es den Beschäftigten doppelt: Arbeitsplatz und Vermögen», sagt der Finanzexperte Thomas Bieler von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Um dieses sogenannte Klumpenrisiko zu vermeiden, sollte nur ein sehr kleiner Teil des Geldes in Aktien des Arbeitgebers investiert werden. Die Altersvorsorge sollte daher nicht allein auf dieser Geldanlage fußen, zumal die Förderung zu gering sei, um für den Ruhestand eine ausreichende Summe anzusparen. Mitarbeiter-Aktionär werden Etliche Aktiengesellschaften verkaufen Unternehmensanteile in speziellen Mitarbeiterprogrammen günstiger. Art und Höhe des Rabatts sind frei verhandelbar. Auch Sperrfristen, bis zu denen die Aktien gehalten werden müssen, können definiert werden, erklärt der Experte Volkmar Hanf aus Kassel. Für an der Börse handelbare Wertpapiere benötigen Anleger ein Depot bei einer Bank. Mitunter verlangen diese dafür Gebühren. Ist das Unternehmen nicht an der Börse notiert, werden die Anteile intern verwaltet und gehandelt. Von Berti Kolbow, dpa

dpa-infocom


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