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Zuviel Toilettenreinigung ist Quatsch

Freiburg Von öffentlichen und privaten Toiletten geht in Deutschland keine Infektionsgefahr aus.

Man brauche zum Putzen keine speziellen antibakteriellen Toilettenreiniger, sagt der Freiburger Hygiene-Experte Franz Daschner anlässlich des Welttoilettentags (19.11.).

Im Vergleich zu vielen anderen europäischen und vor allem osteuropäischen Ländern sei die Hygiene auf deutschen Toiletten gut, so Daschner. Es habe in den letzten 20 Jahren keine wissenschaftliche Studie gegeben, die gezeigt habe, dass eine Toilette jemals Ausgangspunkt für eine größere Reihe von Infektionen gewesen ist.

Die antibakteriellen Toilettenreiniger seien «totale Volksverdummung», sagte Daschner. «Wenn Bakterien irgendwo hingehören, dann doch wohl ins Klo und Waschbecken.» Die Bakterien mit irgendwelchen Spezialreinigern zu verfolgen, sei geradezu pervers. «Die umweltschädlichen Mittel verunreinigen nur das Abwasser, in dem dann die Bakterien abgetötet werden», sagt Daschner.

Eine Bürste und ein bisschen umweltfreundliches Scheuerpulver würden zum Reinigen der Toilette vollkommen ausreichen, sagte Daschner. Infektionen gebe es nur, wenn die Leute sich nach dem Toilettengang die Hände nicht waschen und so Keime in die Nahrung kommen würden.

Der Welttoilettentag wird seit 2001 jedes Jahr am 19. November von der Welttoilettenorganisation ausgerufen. Der Tag soll darauf aufmerksam machen, dass rund 2,5 Milliarden Menschen weltweit ohne Klo leben.

dpa-infocom


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