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Für Welpen die Wohnung hundesicher machen

Frankfurt/Main/Dortmund Sie tapsen drollig herum und sind immer für eine kleine Balgerei zu haben: Hundewelpen stellen das Leben und meist auch die Wohnung ihres neuen Herrchens auf den Kopf.

Schon vor dem Einzug des Vierbeiners treffen künftige Halter aber besser einige Vorkehrungen - damit ihr kleiner Schützling gefahrlos herumtoben und den Start ins Leben genießen kann.

Welpen werden von seriösen Züchtern ab einem Alter von neun Wochen abgegeben. Astrid Behr vom Bundesverband Praktizierender Tierärzte in Frankfurt rät, zukünftigen Hausgenossen schon vor dem Umzug öfter zu besuchen. «So kann der kleine Hund vor dem großen Tag seine neuen Menschen kennenlernen.» Am Tag des Abschieds vom Züchter helfen eine Decke oder ein Handtuch, aus dem bisherigen Zuhause mitgenommen, über den größten Trennungsschmerz hinweg.

Vor dem Einzug wird die Wohnung des neuen Herrchens hundesicher gemacht. Denn dort lauern einige Gefahren für vorwitzige Vierbeiner: «Welpen können durch ihre spitzen und kräftigen Zähne die Isolation von Stromkabeln durchbeißen und einen Stromschlag bekommen», sagt Udo Kopernik vom Verband für das Deutsche Hundewesen in Dortmund. Deshalb sollten alle Kabel außerhalb der Reichweite aufbewahrt werden. Auch Medikamente dürfen nicht offen herumliegen: Der Welpe hat sie schnell gemopst - mit möglicherweise fatalen Folgen.

Auch Kinderspielzeug kann gefährlich werden: Kleine Hunde kauen darauf mit Vorliebe herum und verschlucken dabei unter Umständen Kleinteile. Besser und vor allem sicherer beschäftigt sind sie daher mit tiergerechtem Spielzeug. «Eine gute Alternative für Welpen sind zum Beispiel Büffelhautknochen», sagt Katrin Umlauf vom Deutschen Tierschutzbund in Bonn.

Zur «Erstausstattung» für einen Welpen gehören auch mehrere Näpfe. Handelsübliches Welpenfutter eignet sich bestens. Während der ersten Wochen empfiehlt es sich, dasselbe Futter wie zuvor der Züchter anzubieten. Eine zu abrupte Umstellung kann dem Hundebaby auf den Magen schlagen. Besonders wichtig ist, dass jederzeit frisches Wasser da ist. «Gerade Welpen haben einen relativ hohen Flüssigkeitsbedarf», sagt Udo Kopernik.

In ihren ersten Monaten schlafen Welpen jede Menge. Daher sollten sie von Anfang an einen festen Platz haben, an den sie sich zurückziehen können. Besonders wohl fühlen sie sich in höhlenartigen Körbchen. Unterlagen zum Beispiel aus Weidengeflecht sind für Welpen aber ungeeignet: «Sie können schnell zerkaut werden», sagt Umlauf.

Eine gute Alternative ist eine Hundebox. Sie kann nicht nur in der Wohnung als Schlafstätte dienen, sondern auch bei Autofahrten mit dem Tier sicher im Kofferraum transportiert werden. Die Box sollte groß genug sein, dass der Hund darin stehen kann. Für mehr Bequemlichkeit wird sie mit einer Decke oder einem Stück Stoff ausgelegt.

Erst lernen müssen Welpen, dass kleine und große Geschäfte draußen erledigt werden. Es empfiehlt sich deshalb, teure Teppiche erstmal zu entfernen - sonst werden sie unter Umständen durch kleine Pfützen in Mitleidenschaft gezogen. Ist das Malheur passiert, schreien die neuen Herrchen ihren Schützling aber möglichst nicht an und bestrafen ihn auch nicht: Das Tier würde nicht begreifen, was es falsch gemacht hat und nur Angst vor dem Menschen entwickeln.

Besser ist, den Hund gut zu beobachten: «Viele drehen sich einmal im Kreis, kurz bevor sie pinkeln müssen. Dann sollte man den Welpen sofort nach draußen tragen», sagt Kopernik. Hat der Vierbeiner sein Geschäft erfolgreich außerhalb der Wohnung erledigt, verdient er ein ausgiebiges Lob. «Mit dieser Art der Erziehung werden Tiere sehr schnell stubenrein.»

Um ihren neugierigen Welpen zu beschäftigen und mit ihrer Umwelt vertraut zu machen, sollten die frischgebackenen Herrchen täglich mit ihm spazieren gehen. Gerade ganz junge Tiere werden dabei aber sehr schnell müde. Täglich wechselnde, kurze Strecken sind deshalb in den ersten Wochen angesagt. Später können die Ausflüge dann deutlich ausgedehnt werden. Halsband und Leine für Welpen Bei Spaziergängen sollten Hundewelpen immer an einer Leine geführt werden. Da sie das aber noch nicht gewohnt sind, rät Udo Kopernik vom Verband für das deutsche Hundewesen in Dortmund zu einer sogenannten Schleppleine: «Sie ist sehr lang, daran kann sich das Tier erstmal einigermaßen frei bewegen und sich an das Laufen an der Leine gewöhnen.» Halsbänder dürfen dem Hund nicht die Luft abschnüren, er darf sich aber auch nicht mit dem Kopf daraus befreien können. Für Welpen empfiehlt sich außerdem ein leichtes Material, da etwa schwere Halsbänder aus Ketten den Kopf eines jungen Hundes nach unten ziehen. Von Rebecca Müller, dpa

dpa-infocom


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