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Immer frische Eier - Hühner sind unkompliziert

Nürtingen Frische Eier von glücklichen Hühnern aus dem eigenen Garten: Das ist gar nicht kompliziert.

Denn nach Einschätzung von Experten kann auch eine kleine Fläche für die Haltung ausreichen.

Wer empfindliche Nachbarn oder einen leichten Schlaf hat, verzichtet aber besser auf einen Hahn. Und auch die Auswahl der Rasse hat Einfluss auf die Lautstärke der Hühnerschar. «Die Auswahl der Rasse sollte entscheidend vom vorhandenen Platz abhängen», sagt Sachbuchautor Wilhelm Bauer aus Nürtingen in Baden-Württemberg. Denn Gewicht und Temperament der rund 100 Hühner- und fast ebenso vielen Zwerghuhnrassen variieren zum Teil erheblich.

Daher können etwa von den großen «Brahma» pro Quadratmeter Stall nur bis zu drei, von den sehr kleinen «Antwerpener Bartzwergen» dagegen bis zu zehn Tiere gehalten werden. Voraussetzung ist, dass die Hühner tagsüber in einen Auslauf gelassen werden dürfen. Zwei bis drei Tiere sollten mindestens zusammen gehalten werden. Der Stall muss vor allem trocken und ohne Zugluft sein.

Die Temperatur im Stall sollte nach dem Rat des Geflügelexperten Wolf-Dietmar Unterweger aus dem Wain in Baden-Württemberg nicht unter Null Grad sinken. «Das kann man leicht mit etwas Dämmmaterial erreichen». Wichtig ist, dass alle Tiere Platz auf der Stange finden. Darunter wird am besten ein herausnehmbares Kotbrett oder eine Wanne montiert.

Der Stall sollte hell sein. Daher sind Glasplatten im Dach oder Fenster günstig, sagt Unterweger. Die Legenester werden etwa auf gleicher Höhe wie die Stange montiert und mit gehäckseltem Stroh, Sägemehl und Heu gepolstert. «Beim Eierlegen mögen es die Hühner dunkel» - ein Dach auf den Nestern sorgt dafür. Die Voliere vor dem Stall sollte auch nach oben durch einen Draht verschlossen sein, rät Leopold Peitz, Leiter der Versuchsstation für Tierhaltung der Uni Hohenheim bei Stuttgart. Damit sind auch etwaige Auflagen der Kommune zum Schutz vor der Vogelgrippe erfüllt.

Vor dem Kauf der Gartenbewohner sollte man sich mit den Nachbarn absprechen, rät Peitz. «Auch ein Anruf beim Ordnungsamt kann nicht schaden.» Anfänger schaffen sich am besten Junghennen an. «Küken haben einen höheren Betreuungsaufwand.» Ein Huhn kostet rund 15 Euro.

Nach Unterwegers Ansicht ist ein Hahn für die Hennen sehr wichtig. Nicht nur, dass die Haltung artgerechter ist: Er sorgt auch für Ruhe in der Schar. Wer also auf dem Land wohnt und einen Hahn halten kann, ohne das Verhältnis zum Nachbarn zu gefährden, sollte für je 10 bis 15 Hühner einen Kräher anschaffen. Hühnerfutter gibt es im Fachhandel für die Landwirtschaft. Ein Huhn frisst etwa 120 Gramm, ein Zwerghuhn 80 Gramm Mischfutter am Tag - da reicht ein Doppelzentner für rund 30 Euro lange. «Auch Gemüseabfälle können in den Hühnerstall gelegt werden», sagt Peitz.

Wer erste Erfahrungen gemacht hat , kann - selbst ohne Hahn - Küken großziehen. Hühner werden regelmäßig «gluckig»: Sie bleiben auf den Eiern sitzen und brüten. Tauscht man die unbefruchteten Eier gegen befruchtete vom Züchter aus, tippelt bald eine Glucke mit ihren Küken durch den Garten. So wird auch der Eiernachschub gesichert. Denn bei Hennen lässt die Legeleistung schon nach drei bis vier Jahren nach. Von Andrea Löbbecke, dpa

dpa-infocom


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