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Vögel als Haustiere weniger gefragt

Stuttgart Wellensittich, Kanarienvogel und Co. kommen als Haustiere zunehmend aus der Mode.

Zuletzt sei die Zahl der Ziervögel in Deutschlands Wohnungen binnen eines Jahres um 10,5 Prozent zurückgegangen.

Das sagte Heimtierexperte Stephan Dreyer zu Beginn der Stuttgarter Heimtiermesse Animal (10. bis 11. November). «Nach den neuesten Zahlen von 2007 werden nur noch 3,4 Millionen Vögel in Wohnungen gehalten.» Die Katze stehe mit 7,9 Millionen bei den Tierfreunden weiter hoch im Kurs - Tendenz leicht steigend. Nur Aquarienfische gebe es noch deutlich mehr.

Warum die Vögel nach den Zahlen des Industrieverbands Heimtierbedarf Düsseldorf deutlich weniger werden, sei nicht klar, sagte der Diplom-Agrarbiologe. «Vielleicht liegt es an der mittlerweile verbreiteten Erkenntnis, dass sie zu mehreren gehalten werden sollten.» Das könne dem einen oder anderen zu aufwendig sein, zumal Vögel ja auch Lärm und einigen Schmutz mit sich bringen könnten. Der vermeintlich «beste Freund des Menschen», der Hund, muss sich mit stagnierenden 5,3 Millionen übrigens nicht nur hinter den Katzen einsortieren, sondern auch hinter den Kleinsäugern. 6,6 Millionen Hamster, Ratten, Mäuse, Chinchillas, Kaninchen und Meerschweinchen wurden 2007 als Heimtiere erfasst.

Zu dieser Kategorie zählen auch exotische Kleinsäuger, wie beispielsweise Stachelmäuse, Elefantenrüsselspringer und kleine Flugbeutler, die derzeit im Kommen sind. «Dass ihre Käfige und Behausungen immer mehr wie Biotope gestaltet werden, hängt möglicherweise mit dem generellen Trend zusammen, die Haustiere artgerecht halten zu wollen», sagte Dreyer. Viele Menschen hätten Freude daran, die Lebewesen in einer möglichst naturgetreuen Umgebung zu beobachten. Entsprechend gefragt seien auch Terrarien-Tiere, wie etwa Skorpione, Vogelspinnen und Schlangen. Der 51-Jährige, der selbst unter anderem einen Hund, eine Katze und eine Königspython hält, rät Besitzern von Käfig- oder Terrarien-Tieren, deren Zuhause immer mal umzugestalten - um Abwechslung ins Leben zu bringen. Beschäftigung sei wichtig.

«Das gilt auch für kleine Hunde, denen die Menschen einen Bärendienst erweisen, wenn sie sie auf dem Arm herumtragen», betonte der Fachmann. Es sei zwar völlig in Ordnung, Tiere mit Bionahrung zu füttern und sie mit kostspieligen Naturmaterialien zu umgeben, wenn man es sich leisten wolle. «Doch man darf sie nicht zu sehr vermenschlichen. Selbst der kleinste Hund stammt schließlich vom Wolf ab.» Das Thema Kampfhunde beschäftige ihn in letzter Zeit weniger. «Es scheint da mittlerweile eine ganz gute Lösung gefunden zu sein, nachdem man anfangs ein wenig über das Ziel hinausgeschossen war», sagte er. Dreyer macht sich hier allerdings für einen Hundeführerschein stark.

Die derzeitige Wirtschaftskrise wirkt sich nach Dreyers Worten auf die Haltung von Haustieren kaum aus: «Es hat sich gezeigt, dass Menschen eher den Kauf eines neuen Fernsehers vertagen oder auf Urlaub verzichten, als sich von einem geliebten Tier zu trennen.» Es sei aber gut und wichtig, dass die Regierung mittlerweile die positive Wirkung von Haustieren auf Menschen erkannt habe und in Härtefällen die Haltung unterstütze.

dpa-infocom


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