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DFB verleiht Julius-Hirsch-Preis

Berlin DFB-Präsident Theo Zwanziger hat bei der Verleihung des Julius-Hirsch-Preises zu einem stärkeren Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus in Fußballstadien aufgerufen.

«Wir können alle unseren Beitrag leisten zu einem friedlichen Miteinander in unserer Gesellschaft», sagte der Präsident des Deutschen Fußball- Bundes (DFB) bei einer Feierstunde im Konzertsaal des Jüdischen Museums in Berlin. Zum vierten Mal seit 2005 hat der DFB den Julius-Hirsch-Preis für vorbildliches Engagement im Fußball gegen Rassismus, Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit vergeben.

Der mit 10 000 Euro dotierte erste Preis geht an die Initiative Fußballvereine gegen Rechts aus Düren. Den zweiten Platz, für den ein Preisgeld in Höhe von 6000 Euro ausgelobt worden ist, hat die Jury an die in Leipzig beheimatete Fan-Initiative Bunte Kurve vergeben. Die Anti-Diskriminierungskampagne von Werder Bremen, ein Projekt des Vereins mit dem Bremer Fan-Projekt und dem Dachverband der Bremer Fan-Clubs, erhält den mit 4000 Euro dotierten dritten Preis.

«Es ist beeindruckend, dass es so viele engagierte Fans gibt, die nicht wegschauen, die Flagge zeigen und sagen: Mit diesen Leuten wollen wir hier in Deutschland und auf der ganzen Welt nichts zu tun haben», sagte Zwanziger über die Preisträger, die aus 43 Einsendungen von einer Jury unter Vorsitz des ehemaligen Bundesinnenministers Otto Schily ausgewählt wurden. «Wir sind froh und dankbar für die vorbildliche Initiative», sagte Schily. Der mit 20 000 Euro dotierte Preis erinnert an den in Auschwitz ermordeten deutsch-jüdischen Fußball-Nationalspieler Julius Hirsch (1892-1943).

Am 12. Spieltag der Fußball-Bundesliga hatten Werder-Fans beim Auswärtsspiel in Bochum am 8. November das Entrollen einer Reichskriegsflagge und eines Plakats mit rechtsradikaler Aufschrift verhindert. «Das war ein Beispiel, wie man handeln kann und muss. Für diese Fans war Zivilcourage kein Fremdwort», erklärte Schily.

dpa-infocom


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