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Knifflige Aufgabe für Rückkehrer Neururer beim MSV

Duisburg Das lange Warten hat ein Ende. Mit der Rückkehr vom Golf- auf den Fußballplatz erfüllte sich Peter Neururer einen Herzenswunsch.

Doch beim Zweitligisten MSV Duisburg, seiner insgesamt 13. Station im Profibereich, erwartet den Trainer eine knifflige Aufgabe.

Schließlich verlängert sich sein lediglich bis zum Saisonende datierter Vertrag nur im Falle des Wiederaufstiegs. Bei seinem Amtsantritt vor zahlreichen TV-Kameras gab sich der zuvor etwas mehr als zwei Jahre beschäftigungslose Hobby-Golfer gewohnt kämpferisch: «Wir haben ein gemeinsames Ziel, die Bundesliga. Das Potenzial für den Sprung nach oben ist hier vorhanden.»

Nur eine Woche nach der Trennung von Rudi Bommer präsentierte der MSV in Neururer den Nachfolger. Und der konnte sich im Rekordtempo ein Bild von der Leistungsstärke seiner Mannschaft machen: Kaum war seine offizielle Vorstellung beendet, saß der neue Hoffnungsträger schon beim Testspiel des Zweitliga-Elften gegen den FC Schalke 04 auf der Bank. Diesen Moment hatte er seit Ende August 2006 herbeigesehnt, nachdem er bei Hannover 96 den Laufpass erhalten hatte. «Mir ist zu Hause schon die Decke auf den Kopf gefallen. Nun bin ich froh, dass ich die Möglichkeit erhalten, heimatnah wieder Leistung zu bringen», sagte der bekennende Ruhrgebietler, dessen Vater in Duisburg geboren wurde.

Neururer, der zuletzt viel Zeit zur Verbesserung seines Golf- Handicaps hatte, soll beim MSV die Talfahrt stoppen. Nach zuletzt fünf sieglosen Spielen rangiert der Bundesliga-Absteiger im Niemandsland der Tabelle. Unter der Regie von Interimscoach Heiko Scholz verspielte das Team beim 3:4 gegen die SpVgg Greuther Fürth gar eine 3:1-Führung. «Wir müssen den Hebel sofort umlegen und bis zur Winterpause möglichst viele Punkte holen», forderte Neururer. Nur dann sei das Ziel realisierbar. «Wenn ich heute vom Aufstieg sprechen würde, wäre das eine Fantasterei», sagte er mit Verweis auf den großen Abstand zu den Aufstiegsrängen.

MSV-Chef Walter Hellmich wollte jedoch nicht kategorisch ausschließen, dass die Zusammenarbeit mit dem neuen Angestellten auch im Falle des Nicht-Aufstiegs fortsetzt wird: «Sollten wir im Frühjahr zu der Überzeugung gelangen, dass wir zusammen passen, wäre das möglich.» Mittelfeldspieler Cedrick Makiadi brachte deutlich zum Ausdruck, was er von dem neuen Trainer erwartet: «Hier muss eine knallharte Linie rein. Was wir brauchen, ist mehr Disziplin.»

dpa-infocom


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