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Hamilton: Ein Typ wie Schumacher und Senna

Sao Paulo Das Wunderkind als Weltmeister - Lewis Hamilton ist im Rekordtempo zum Titel gerast und hat damit seinen Ruf als Jahrhundert-Talent eindrucksvoll bestätigt.

Mit 23 Jahren, 9 Monaten und 26 Tagen eroberte der Kronprinz als jüngster Rennfahrer der Grand-Prix-Geschichte den Thron in der Königsklasse. Dass der Sohn eines Einwanderers aus Trinidad & Tobago und einer Engländerin zudem der erste dunkelhäutige Formel-1-Champion ist, mache ihn «unheimlich stolz».

Hamilton hebt sich von seinen Kollegen auch in anderer Hinsicht ab. Der McLaren-Mercedes-Pilot ist aus jenem Holz geschnitzt wie Rekord-Weltmeister Michael Schumacher oder der tödlich verunglückte Ayrton Senna: fahrerisch phänomenal, kompromisslos konsequent, voll auf den maximalen Erfolg fokussiert, schnell, stark und selbstbewusst.

Sich durchzusetzen, lernte Hamilton schon in der Schule, wo ihn Mitschüler wegen seiner Hautfarbe hänselten. Um sich wehren zu können, lernte er Karate: «Das Wichtigste daran war, dass ich richtiges Selbstbewusstsein aufbauen konnte.» Im Fahrerlager hat Hamilton wegen seiner oft kühl-distanzierten Art wenig Freunde. Sein häufig aggressiver Fahrstil haben ihm den Ruf eines Verkehrs-Rowdys und etliche Vorladungen durch die Regelhüter eingebracht.

«Wenn ich am Ende des Feldes stehen würde, würde niemand über mich reden», sagt Hamilton. So aber ist er seit seinem sensationellen Start 2007 in aller Munde. Weder Schumacher, Senna, Alain Prost noch all die Cracks sammelten in ihren ersten beiden Jahren so viele Punkte wie er.

Als «tragischer Held» hatte Hamilton 2007 noch in Brasilien den greifbar nahen Titel um einen Zähler gegen Ferrari-Konkurrent Kimi Räikkönen verpasst. Vor seinem Stallrivalen Fernando Alonso wurde er Gesamtzweiter. Im Dauerzwist mit dem Spanier taktierte der Jungspund politisch geschickt. Seine demonstrative Loyalität zum Arbeitgeber, auch in der Spionage-Affäre, trug Hamilton aber auch Kritik ein.

Der mittlerweile in der Schweiz lebende Hamilton hat das Zeug zum Superstar. Er ist clever und smart, ein Modellathlet, der überall eine gute Figur abgibt. Fachleute prophezeien, dass das Werbejuwel der reichste britische Sportler werden könnte. Bis 2012 soll er angeblich knapp 130 Millionen Euro von seinem Team erhalten.

Für das Management ist Vater Anthony zuständig. Der ehemalige Eisenbahner ermöglichte mit Nebenjobs die märchenhafte Karriere seines Sohnes. Die Familie hat für Lewis Hamilton enorme Bedeutung. Sein spastisch gelähmter Bruder führt ihm immer wieder vor Augen, wie privilegiert er selbst ist: «Nicolas kann nicht die Hälfte der Dinge tun, die ich tun kann. Das ist eine starke Botschaft, die großen Einfluss auf meine Denkweise hat.»

McLaren und Mercedes haben Hamilton gefördert und geformt. Als Zehnjähriger hatte er sich bei der Gala des britischen Motorsport-Verbandes vor Teamchef Ron Dennis hingestellt, um ein Autogramm gebeten und gesagt: «Ich möchte eines Tages für Ihr Formel-1-Team fahren.» Dennis versprach ihm, im Fall der Kart-Meisterschaft sehe man weiter. Drei Jahre später wurde Hamilton ins Nachwuchsprogramm aufgenommen. 2008 ist der Musterschüler Klassenbester. Von Elmar Dreher und Jens Marx, dpa

dpa-infocom


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