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Force India ab 2009 mit Mercedes-Motoren

Brackley Nur drei Tage nach dem großen Reinemachen hat der Formel-1-Rennstall Force India mit einer historischen Kooperation mit Mercedes die Weichen für die Zukunft gestellt.

Wie der Rennstall des Gräfelfingers Adrian Sutil mitteilte, gehen die Force-India-Boliden von der Weltmeisterschafts-Saison 2009 an mit Mercedes-Motoren an den Start. Da Mercedes-Benz nie zuvor ein anderes als ein McLaren-Chassis mit einem Motor ausgerüstet hat, pries Force India die bereits erwartete Zusammenarbeit als «einzigartigen Langzeit-Deal». Darüber hinaus erhalte das Team von seiner zweiten Formel-1-Saison an Getriebe und Hydrauliksysteme von einer hundertprozentigen Tochter des britischen Mercedes-Partners McLaren. Wenige Tage zuvor hatte das Team seine Zusammenarbeit mit Ferrari als Motorenlieferant beendet.

«Wir sind sehr glücklich, dass wir die Partnerschaft mit McLaren und Mercedes bekanntgeben können. McLaren und Mercedes sind zwei der berühmtesten Namen in der Geschichte des Motorsports, die über viele Jahre großartige Grand-Prix-Erfolge gefeiert haben. Zuletzt mit dem vielleicht dramatischsten WM-Sieg der Formel 1», sagte Force-India-Mitbesitzer Vijay Mallay, der sich am Tag der Trennung von Ferrari zugleich anstelle des Deutschen Colin Kolles als Teamchef installiert hatte. «Die neuen Ressourcen und Entwicklungen werden uns einen enormen technischen Schub geben.»

Auch Mercedes-Sportchef Norbert Haug äußerte sich zufrieden. «Wir freuen uns, dass diese Zusammenarbeit zustande kommt. Wir sind der Ansicht, dass die Formel 1 starke Privatteams braucht», sagte Haug. «Für uns macht diese Zusammenarbeit auch kommerziell Sinn.»

Neben den Mercedes-Triebwerken , mit denen der schwäbische Motorenbauer erstmals ein zweites Team in der Formel 1 beliefern wird, und der technischen Unterstützung durch McLaren ist laut Force India auch operative Hilfestellung geplant. Zudem sollen die Wagen in Zukunft mit dem Energie-Rückgewinnungssystem KERS ausgerüstet werden. Von der Zusammenarbeit mit dem Luftfahrtunternehmen EADS erhofft man sich Fortschritte bei der Aerodynamik.

In der abgelaufenen WM-Saison hatte das Team nur den vorletzten Platz in der Konstrukteurs-WM belegt, die Piloten Sutil und Giancarlo Fisichella (Italien) kamen auf die Plätze 19 und 20.

dpa-infocom


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