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Inder versenken Piratenschiff vor Somalia

Nairobi/Neu Delhi/Berlin Die Piraten vor der Küste Somalias verlangen für den gekaperten Supertanker aus Saudi-Arabien ein Millionen-Lösegeld.

Eine genaue Summe für die Freilassung der 25 Besatzungsmitglieder und der «Sirius Star» mit Rohöl im Wert von 100 Millionen Dollar (79 Millionen Euro) wurde offiziell nicht genannt. Das saudische Außenministerium bestätigte am Mittwoch lediglich, dass verhandelt werde. Der britische Sender BBC sprach von einem Betrag in Höhe von 200 Millionen Dollar. Die indische Marine versenkte in der Nacht zum Mittwoch erstmals ein sogenanntes Mutterschiff der Seeräuber. Zuvor hatte die deutsche Marine am Dienstag einen Piratenangriff auf einen britischen Tanker vereitelt. Nach einem Hilferuf hatte die Fregatte «Karlsruhe» einen Hubschrauber losgeschickt, die Seeräuber flüchteten. Unbeeindruckt von der internationalen Militärpräsenz am Horn von Afrika kaperten die Piraten weitere Handelsschiffe.

Die Regierung in Berlin will den Bundestag möglichst bis Ende des Jahres über eine deutsche Beteiligung an der EU-Mission im Kampf gegen Piraten entscheiden lassen. Die Regierung bemüht sich gegenwärtig um Klarheit über die Befugnisse der deutschen Soldaten - etwa, ob sie im Kampf gegen Piraten Polizeiaufgaben wie Verhaftungen übernehmen dürften. Nach dem Grundgesetz sind die Aufgaben von Soldaten und Polizisten prinzipiell getrennt.

In Brüssel kündigte die NATO das Ende ihres Anti-Piraten-Einsatzes vor der somalischen Küste Mitte Dezember an. Anschließend solle der Stab an die EU übergeben werden, sagte der Vorsitzende des NATO- Militärausschusses, der italienische Admiral Giampaolo Di Paola. Von einer Verstärkung des laufenden Einsatzes war im NATO-Hauptquartier nichts zu hören. Die NATO hat derzeit vier Schiffe im Einsatz. Die EU will Marine-Einheiten in ihrer «Operation Atalanta» ab Mitte Dezember einsatzbereit haben.

Nach dem Überfall auf die «Sirius Star» werden auch in Saudi- Arabien Rufe nach dem Militär laut. Ein internationaler Marineverband solle im Auftrag der Vereinten Nationen die Schiffe und Boote der Seeräuber in den Häfen entlang der somalischen «Piratenküste» zerstören, schrieb die in Dschidda erscheinende Zeitung «Arab News».

Die im Golf von Aden patrouillierende indische Fregatte «INS Tabar» hatte nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Neu Delhi ein Mutterschiff der Piraten mehrfach zum Halten aufgefordert. Die Seeräuber nutzen solche Mutterschiffe, um Schnellboote auf hohe See zu schleppen und dann mit diesen Frachter oder Tanker zu kapern. «Die drohende Antwort des Schiffes war, dass es das Kriegsschiff in die Luft sprengen würde, wenn es näher komme.» Die Piraten hätten dann auf die «INS Tabar» gefeuert. Das Kriegsschiff habe das Feuer «zur Selbstverteidigung» erwidert und den Gegner zerstört.

Die bislang wertvollste Beute der Piraten, die «Sirius Star», war am vergangenen Samstag vor der Küste Kenias gekapert worden und ankert inzwischen bei Harardhere, einem Schlupfwinkel der Piraten an der Küste Somalias. «Unterhändler befinden sich sowohl an Bord als auch an Land», sagte Farah Abd Jameh, der nach eigenen Angaben zu den Seeräubern gehört. «Sobald sie sich auf ein Lösegeld einigen, wird diese Summe in bar zu dem Tanker gebracht», sagte er in einem Videoband, das dem arabischen Sender Al-Dschasira zugestellt wurde.

Unklarheit herrschte über das Schicksal eines griechischen Schiffes. Der griechische Rundfunk berichtete, das Schiff mit 23 Mann an Bord sei die jüngste Beute somalischer Piraten. Andrew Mwangura vom Ostafrikanischen Seefahrerhilfsprogramm erklärte ebenfalls, ihm lägen entsprechende Berichte vor. Die griechische Küstenwache erklärte dagegen, sie habe keinerlei Hinweise.

Zuvor war der unter der Flagge Hongkongs fahrende Frachter «Delight» in die Hände der Seeräuber gefallen. Zudem wurde vor der somalischen Küste noch ein thailändischer Trawler mit 12 Mann Besatzung gekapert. Gegenwärtig befinden sich 17 Schiffe mit rund 340 Besatzungsmitgliedern in der Gewalt somalischer Piraten. Unter den Geiseln sind knapp 130 Philippiner.

dpa-infocom


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