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 Brennpunkt 

Umfrage: In der Schule geschummelt?

Berlin In Berlin wird heute ein neuer PISA-Bundesländervergleich vorgestellt.

Sachsen belegt dabei in allen Disziplinen den ersten Platz und verweist damit den bisherigen Sieger Bayern auf den zweiten Rang. Die ostdeutschen Länder drängen insgesamt stark nach vorn.

Zwischen den anderen Bundesländern gibt es erhebliche Verschiebungen beim Leistungsranking. Die Studie liegt dpa vor.

In der Untersuchung werden insbesondere Verbesserungen im Fach Naturwissenschaften im Vergleich zur ersten Studie aus dem Jahr 2000 herausgestellt. Danach liegen die Schulleistungen inzwischen in 13 Bundesländer in diesem Fach über dem Durchschnitt in anderen Industrienationen.

Gleichwohl klafft bei den Schulleistungen zwischen den Bundesländern nach wie vor ein großes Leistungsgefälle. 15-jährige sächsische Schüler haben gegenüber gleichaltrigen Jugendlichen aus Bremen einen Lernfortschritt von zwei Jahren.

Bei der wichtigsten Basiskompetenz für das weitere Lernen - dem Lesen und Textverständnis - erreichen nur vier deutsche Bundesländer, nämlich Rheinland-Pfalz, Thüringen, Bayern und Sachsen, Werte, die über dem Durchschnitt der wichtigsten Industrienationen der Welt liegen.

Das Bundesland Bremen bildet in allen drei Teildisziplinen erneut das Schlusslicht. Es ist der dritte PISA-Bundesländervergleich seit dem ersten Test im Jahr 2000. Das schlechte deutsche Abschneiden bei dem weltweiten größten Schulleistungstest der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hatte den Ruf nach umfangreichen Schulreformen ausgelöst.

Nach wie vor gibt es in Deutschland einen erheblichen Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft und der Chance von Jugendlichen, ein Gymnasium zu besuchen, stellen die Autoren in der Untersuchung fest. «Statistisch bedeutsame» Verbesserungen in diesem Bereich machen die Forscher nur in Bayern und Rheinland-Pfalz aus.

In Bayern war die Abhängigkeit des Gymnasialerfolgs von der sozialen Herkunft bei den beiden Vorgängerstudien im Vergleich zu allen anderen Bundesländern am ausgeprägtesten. Rheinland-Pfalz hat in den vergangenen Jahren seine Ganztagsschulen erheblich ausgebaut und wird von 2011 an in mehr als jeder dritten Schule Ganztagsbetreuung anbieten.

Nach Auffassung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ist die fehlende Chancengleichheit in den Schulen nach wie vor das größte Problem des deutschen Bildungssystems. Dies werde auch durch den neuen PISA-Bundesländervergleich erneut belegt, sagte die Vizevorsitzende der Bildungsgewerkschaft, Marianne Demmer, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. In den meisten Bundesländern hätten Kinder aus der Oberschicht auch weiterhin extrem bessere Chancen, ein Gymnasium zu besuchen als gleich intelligente Kinder aus armen Elternhäusern oder aus Migrantenfamilien.

dpa-infocom


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