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 Brennpunkt 

Gemischtes Echo auf PISA-Studie

Berlin Auf ein gemischtes Echo ist die neue PISA-Vergleichsstudie zum Bildungsstand in den 16 Bundesländern gestoßen.

Lehrerverbände, Bildungsforscher und Politiker sehen das insgesamt gute Abschneiden bei den Naturwissenschaften als Ergebnis eingeleiteter Reformen.

Zugleich wurde beklagt, dass die soziale Herkunft beim Bildungserfolg weiter eine entscheidende Rolle spiele. Nach Ansicht des Deutschen Philologenverbandes wirkt sich die Orientierung an der Förderung einzelner Schüler in vielen Bundesländern aus. Dies zeige sich an dem durchgängig hohen Leistungszuwachs in Ostdeutschland, sagte der Bundesvorsitzende Heinz-Peter Meidinger. Die Gründe dafür lägen aber auch in den deutlich geringeren Klassenstärken, einer guten Lehrerversorgung sowie in der geringeren Zahl von Schülern aus Ausländerfamilien.

Die Bildungsgewerkschaft GEW forderte die Kultusminister auf, «den Daten endlich Taten» folgen zu lassen. Mangelnde Chancengleichheit und die großen Anteile von schwachen Schülern blieben zentrale Probleme des deutschen Schulsystems, sagte die stellvertretende GEW-Vorsitzende Marianne Demmer. Eine Konsequenz müsse sein, die Hauptschule abzuschaffen.

Die Union wies Forderungen nach einer Einheitsschule zurück. Die PISA-Resultate zeigten, dass die Kritik am differenzierten Schulsystem unbegründet sei, sagte die CDU-Bildungsexpertin Katherina Reiche. Die SPD warnte davor, nur auf schulische Spitzenleistungen zu starren. Nach Überzeugung der Grünen ist das mehrgliedrige Schulsystem überholt. Notwendig sei der flächendeckende Ausbau von Ganztagsschulen. Die Linkspartei plädierte für Gemeinschaftsschulen, um das bisherige «Prinzip der Auslese» zu beenden.

Für den Berliner Bildungsforscher Olaf Köller zeigen die Ergebnisse, dass sich Baden-Württemberg und Bayern zu stark «auf ihren Lorbeeren» ausgeruht hätten. Beide Länder seien in der Schulpolitik gegenüber Ost-Ländern zurückgeblieben, sagte Köller, der im Auftrag der Kultusminister den nächsten Ländervergleich leitet, der «Stuttgarter Zeitung» (Mittwoch).

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) kündigte zusätzliche Schritte an, um beim nächsten Test wieder ganz vorn zu sein: «Das bedeutet kleine Klassen, mehr Lehrer, mehr Ganztagsschulen und noch mehr Qualität im Unterricht.» Sachsens Kultusminister Roland Wöller (CDU) sagte zum PISA-Erfolg, sein Land habe mit die kleinsten Klassen in Deutschland. So könnten schwächere Schüler intensiv betreut werden.

Nordrhein-Westfalens Schulministerin Barbara Sommer (CDU) hält den PISA-Ländervergleich nicht für aussagekräftig. Ein fairer Vergleich zwischen den einzelnen Regionen lasse sich auf der Grundlage der PISA-Zahlen nicht treffen. So betrage beispielsweise beim PISA-Sieger Sachsen der Migrantenanteil unter den Schülern weniger als 3 Prozent. In Teilen des Ruhrgebiets liege er dagegen zwischen 30 und 40 Prozent.

Der DGB forderte eine «maßgeschneiderte Förderung» für jedes Schulkind. Nach Ansicht der Spitzenverbände der Wirtschaft muss der Bildungs-Wettbewerb zwischen den Bundesländern belebt werden. Es sei nicht einsehbar, warum Unternehmen durch schlechtere Ausbildung in einigen Ländern Standortnachteile hätten.

dpa-infocom


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