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Der Washingtoner Weltfinanzgipfel

Washington - Nach dem historischen Finanzgipfel in Bretton Woods vor 64 Jahren stößt der G20-Weltfinanzgipfel in Washington ähnlich Revolutionäres an: Die Teilnehmer haben einen Fahrplan für eine neue Weltfinanzordnung vereinbart, die eine Finanzkrise, die die ganze Welt in die Rezession treibt, in Zukunft verhindern soll. Die G20 vertreten dabei rund 85 Prozent der Wirtschaftskraft in der Welt.

TEILNEHMER: Die G20 steht für einen Zusammenschluss von Finanzministern und Zentralbank-Präsidenten. Hier sind im Gegensatz zur G8 (USA, Japan, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Kanada sowie seit 1998 Russland) auch Schwellenländer vertreten. Das Forum wurde 1999 als Reaktion auf die Finanzkrisen in Asien, Brasilien und Russland gegründet.

Neben der EU gehören dazu: Argentinien, Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kanada, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, Türkei und USA. Spanien durfte - obwohl es nicht Mitglied der G20 ist, ebenfalls teilnehmen. Neben Spanien saßen kurzfristig auch noch die Niederlande als Nicht-G20-Mitglied mit am Tisch. Darüber hinaus waren die Vereinten Nationen, der Internationale Währungsfonds, die Weltbank und das Forum für Finanzstabilität mit Vertretern in Washington dabei.

ZIELE: Die EU pochte wegen dramatischer Börseneinbrüche und Bankenpleiten darauf, dass Finanz-Institute und -Märkte überall auf der Welt reguliert oder zumindest beaufsichtigt werden - Steueroasen sollen nach Möglichkeit ausgetrocknet werden und der Finanzmarkt insgesamt transparenter werden. Kein Finanzinstitut, kein Markt und keine Gesetzgebung darf künftig «verhältnismäßiger und angemessener Regulierung oder zumindest Aufsicht» entkommen. Ratingagenturen sollen zur Registrierung und Beaufsichtigung verpflichtet werden.

Die nationalen Behörden sollen demnach die Überwachung der großen internationalen Finanzgruppen koordinieren. Ein Frühwarnsystem soll eingerichtet werden, um Risiken rechtzeitig erkennen zu können. Verhaltensregeln sollen die übermäßige Risikobereitschaft im Finanzsektor unterbinden. Dies soll auch die Frage der Gehälter für Manager einbeziehen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) soll die Rolle der Aufsichtspolizei in der neuen Finanzarchitektur übernehmen. Dazu soll er besser mit dem 1999 gegründeten Forum für Finanzstabilität (FSF) vernetzt werden. Die Mittel des IWF müssen aufgestockt werden, damit er Länder in Not besser unterstützen kann.

dpa-infocom