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Motorausschalten bei Rot senkt Spritverbrauch

Landsberg/Berlin Es sind oft die einfachen Dinge, die viel bewirken.

Das gilt auch für Effizienztechnologien, an denen die Entwickler aller Autohersteller zurzeit arbeiten, um den Spritverbrauch zu verringern.

So bekommen viele neue Autos eine Start-Stopp-Automatik eingebaut, die den Motor - wenn er etwa beim Ampelstopp nicht benötigt wird - automatisch ausschaltet und danach selbstständig wieder anwirft. Hinter dem Prinzip steckt keineswegs sensationelle Technik - der Spareffekt lässt sich im Prinzip auch bei älteren Autos mit einem kurzen Dreh am Zündschlüssel erreichen.

«Damit können Autofahrer schon jetzt sparen», bestätigt Arnulf Thiemel vom ADAC-Technikzentrum in Landsberg (Bayern). Voraussetzung sei, dass der Wagen gut gewartet ist, damit der Motor gut anspringt. Vor allem Batterie, Anlasser und Motorsteuerung müssen in Ordnung sein.

Wer durch konsequentes Motorausschalten beim Ampelstopp sparen möchte, muss laut Thiemel außerdem besonders aufmerksam sein. Denn nur, wenn der Fahrer während der Wartezeit die Ampel im Blick behält, bleibt beim Wechsel von Rot über Rotgelb bis Grün genug Zeit zum Gängesortieren, Kupplungtreten, Zündschlüsseldrehen und Losfahren.

Nach Ansicht des ADAC-Experten ist es sinnvoll, den Motor bereits bei einem Halt von nur 20 Sekunden Dauer auszuschalten. Bei konsequenter Anwendung ergibt sich dadurch laut Gerd Lottsiepen vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) in Berlin ein Einsparpotenzial von zwei bis drei Prozent. «Das scheint auf den ersten Blick nicht viel zu sein. In der Summe aller Autos ist es aber eine ganze Menge.»

Das verdeutlichen auch Zahlen , die BMW im Zusammenhang mit seiner Start-Stopp-Automatik nennt. Der Münchner Hersteller hatte als einer der ersten Autobauer diese Technikkomponente in seinem Spritsparpaket «Efficient Dynamics» angeboten. «Moderne Fahrzeuge haben Leerlaufverbräuche von 0,8 bis 1,1 Liter pro Stunde», erklärt Sprecher Wieland Bruch. Für seine Start-Stopp-Automatik habe BMW im EU-Testzyklus eine Ersparnis von drei Prozent ermittelt. «Im reinen Stadtverkehr ist das deutlich mehr.»

Herzstück der Start-Stopp-Automatik ist eine Software, die laut Bruch entscheidet, in welcher Situation der Motor ausgeschaltet werden kann. Außerdem regelt sie den Betrieb der Nebenaggregate und stellt den Motor «komfortabel» ab, damit er beim Neustart sofort zur Verfügung steht und schneller anspringt. Danaben gibt es eine neue Batterietechnologie und einen Anlasser, der auf vermehrte Startvorgänge ausgelegt ist.

Dass wegen der häufigeren Startvorgänge beim Ampelstopp ihr herkömmlicher Anlasser schneller den Geist aufgibt, müssen Fahrer älterer Autos nicht befürchten: «Wir gehen nicht davon aus, dass Anlasser reihenweise kaputtgehen werden», sagt ADAC-Experte Thiemel. Kritischer sieht er den Faktor Batterie. Wegen verreckter Stromspender hätten Pannenhelfer immer viel zu tun, da etliche Autofahrer ihre Batterien vernachlässigen - und das kann auch beim Neustart an der Ampel zu Problemen führen. Beim Neustart an der Ampel kein Gas geben Haben Autofahrer ihren Motor an einer roten Ampel abgeschaltet, dürfen sie beim Neustart kein Gas geben. «Das ist absolut kontraproduktiv», sagt Gerd Lottsiepen vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) in Berlin. Wird das Gaspedal beim Startvorgang bewegt, erhalte die Motorsteuerung falsche Informationen und stelle das Luft-Sprit-Gemisch falsch ein. Dadurch erhöht sich der Verbrauch wieder, was die vorherigen Sparbemühungen zunichtemacht. Von Felix Rehwald, dpa

dpa-infocom


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