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Tourismus

Veranstalter sagen weitere Bangkok-Reisen ab

Hamburg Wegen der Besetzung des internationalen Flughafens Bangkok durch Demonstranten werden mehr als 1200 weitere deutsche Urlauber nicht nach Thailand reisen können.

Mehrere Veranstalter strichen am Donnerstag (27. November) ihre Anreisen nach Bangkok mindestens bis zum Wochenende. Die TUI sowie Dertour und Meier's Weltreisen sagten allen Gästen ab, die bis einschließlich Montag (1. Dezember) nach Bangkok fliegen wollten. Bei Dertour und Meier's sind nach Angaben einer Sprecherin in Frankfurt etwa 1100 Gäste betroffen, bei der TUI in Hannover sind es rund 100. Der Reisekonzern Thomas Cook kündigte wegen höherer Gewalt alle Reiseverträge mit Abflug bis einschließlich Sonntag (30. November).

Die TUI begründete ihre Entscheidung damit, eine kurzfristige Entspannung der Lage sei nicht abzusehen. Auch bei der Lufthansa wurde der zunächst vom Mittwoch (26. November) auf den Donnerstag verschobene Bangkok-Flug ab Frankfurt ersatzlos gestrichen. Die Air Berlin hat die für den Donnerstag geplanten Bangkok-Flüge ihrer Marke LTU von Düsseldorf und München ebenfalls ersatzlos gestrichen, erklärte eine Sprecherin in Berlin.

In Bangkok warteten unterdessen viele Gäste der Reiseveranstalter nach wie vor auf ihre Weiterreise oder den Rückflug nach Deutschland. Die Betroffenen seien in Hotels untergebracht, sagte ein Sprecher von Thomas Cook im hessischen Oberursel. Von den rund 140 TUI-Gästen in Bangkok seien inzwischen etwa 30 auf dem Landweg unterwegs zu ihren gebuchten Hotels im Raum Phuket im Süden Thailands, erklärte eine TUI-Sprecherin in Hannover. Für die anderen Gäste würden derzeit alternative Rückflüge über andere thailändische Flughäfen geprüft.

Reisen, die von Deutschland aus direkt nach Phuket führen, finden nach Angaben der Veranstalter weiterhin uneingeschränkt statt. Von den neuen Bangkok-Absagen betroffene Gäste können ihre Touren kostenlos stornieren oder auf andere Ziele umbuchen. Beide Flughäfen Bangkoks waren am Donnerstag weiter von tausenden Anhängern des thailändischen Oppositionsbündnisses PAD besetzt. Die Regierung hat inzwischen den Ausnahmezustand über die Flughäfen verhängt.

Der Suvarnabhumi-Flughafen bei Bangkok ist für den Tourismus in Thailand von enormer Bedeutung. Er ist Ankunftsort für viele Städtereisende und Durchgangsstation für andere Urlauberziele in Nord-Thailand wie Chiang Mai und Pattaya. Das Auswärtige Amt in Berlin empfiehlt derzeit, die Flughäfen zu meiden. Gleiches gelte für größere Menschenansammlungen in der Stadt. Dort hält die Opposition den Regierungssitz und das Parlament besetzt. Alle anderen Reiseziele im Land seien dagegen «nicht von der politischen Situation betroffen», sagte Thailands Fremdenverkehrsamt TAT in Frankfurt.

Thailand ist eines der beliebtesten Fernreiseziele der Deutschen. Im Jahr 2007 wurden mehr als 537 000 Besucher mit deutschem Pass gezählt. Das waren nach TAT-Angaben 5,76 Prozent mehr Gäste aus der Bundesrepublik als im Jahr 2006. Nach den Briten sind die Deutschen damit die zweitgrößte europäische Besuchernation im Land.

Informationen des Auswärtigen Amtes: www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Thailand/Sicherheitshinweise.html Stornierung von Thailand-Reisen Verbraucherschützer wiesen darauf hin, dass Pauschalurlauber ihre Bangkok-Reisen kostenlos stornieren können. Einen langfristigen Imageschaden für Thailand erwarten Experten allerdings nicht: Der Stammgästeanteil sei in dem südostasiatischen Königreich sehr groß. Von diesen Gästen werde «der Destination sehr vieles verziehen», sagte Matthias Rotter, Bereichsleiter beim Thailand-Marktführer Meier's Weltreisen in Frankfurt/Main.

Das kostenlose Stornieren von Bangkok-Reisen sei unter Berufung auf «Höhere Gewalt» möglich, sagte Bettina Dittrich, Juristin der Verbraucherzentrale Sachsen in Leipzig. Das gilt insbesondere für Reisen, die sich auf die Hauptstadt konzentrieren. Betroffene sollten sich mit ihrem Veranstalter in Verbindung setzen. Auch Unternehmen wie die TUI wiesen auf die Möglichkeit eines kostenlosen Stornos hin.

Etwas anders sieht die Lage laut Dittrich aus, wenn die Reise zwar nach Thailand führt, aber nicht oder nicht in erster Linie nach Bangkok. Solange die Anreise möglich ist, kann dann nicht ohne weiteres kostenlos storniert werden. Das gilt auch für Reisen, die erst in mehreren Wochen geplant sind. Auch hier empfiehlt die Verbraucherschützerin, sich mit dem Reiseveranstalter abzustimmen.

Wer nicht über einen Reiseveranstalter gebucht hat, sollte sich an seine Fluggesellschaft wenden und danach fragen, ob er später fliegen oder sein Geld zurückbekommen kann.

dpa-infocom


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