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Toro Rosso ohne Berger - Vettel lobt Ex-Chef

Wien Die deutsche Formel-1-Hoffnung Sebastian Vettel hat seinen ehemaligen Chef Gerhard Berger als «Schlüsselfigur» bei Toro Rosso bezeichnet.

«Er ist ein sehr fähiger und schlauer Mensch Mensch. Er hat mir offensichtlich geholfen und mir Ratschläge für das Geschäft gegeben», sagte der Heppenheimer der Deutschen Presse-Agentur dpa einen Tag nach dem Rückzug des Österreichers aus der Formel 1. Am Tag zuvor hatte Toro Rosso bekanntgegeben, dass Berger seine Anteile an Toro Rosso verkauft hat. Alleiniger Besitzer des kleinen Rennstalls ist nun wieder Dietrich Mateschitz. Dem Energy-Drink-Unternehmer gehört auch das Red-Bull-Team, für das Vettel ab der kommenden Saison fährt.

Der ehemalige Formel-1-Pilot Berger war vor drei Jahren bei Toro Rosso eingestiegen. Dank ihm etablierte sich der ehemalige Minardi- Rennstall trotz seiner limitierten finanziellen Mitteln als respektierte Größe im PS-Zirkus. In der abgelaufenen Saison belegte Toro Rosso Platz sechs in der Konstrukteurswertung und lag sogar einen Rang vor dem Mutter-Rennstall Red Bull.

Maßgeblichen Anteil an dem Achtungserfolg hatte auch der 21- jährige Vettel, den Berger mitten in der Saison 2007 zu Toro Rosso geholt hatte. Der Deutsche wurde 2008 insgesamt WM-Achter. Höhepunkt war sein Sieg beim Großen Preis von Italien.

Bergers Rückzug von Toro Rosso ist komplett. Auch als Berater oder in anderer Funktion wird er nicht auftreten. «Von der emotionellen Seite her ist es schwierig, denn ich stehe vielen Beteiligten sehr nahe», sagte der 49-Jährige in einem Interview mit der österreichischen Nachrichtenagentur APA. «Aber Faktum ist, dass es sehr schwer ist, vom sechsten Platz in der Konstrukteurs-WM noch besser zu werden. Und zurück gehe ich sicherlich nicht, das entspricht nicht meinem Naturell.»

Die Regeln über Konstrukteure und Nicht-Konstrukteure machten es für Toro Rosso schwer, weiter nach vorne zu kommen, meinte Berger weiter. «Ich habe sogar von meiner Seite überlegt, ob es Sinn macht, alleine ein Team zu führen. Das ist unter diesen Rahmenbedingungen finanziell aber ohne einen starken Partner für mich nicht möglich. Durch die Finanzkrise ist die Situation am Markt noch zusätzlich verschärft», erläuterte er der APA.

Das Hauptaugenmerk von Red-Bull-Chef Mateschitz müsse sich mehr auf Red Bull Racing richten. «Daher wird die Unterstützung für Toro Rosso nicht mehr in diesem Maße vorhanden sein, um weiter nach oben zu kommen. Voraussetzung ist für mich die Chance auf Erfolg. Das Gefühl habe ich nicht mehr gehabt», so Berger. Seine größte Erfahrung bei Toro Rosso sei, «dass man auch als David die Goliaths schlagen kann. Der Sieg von Sebastian in Monza war eine Sternstunde.»

Berger hatte sich schon einmal aus der Formel 1 zurückgezogen. Nach fünf Jahren als Motorsportdirektor bei BMW konzentrierte sich der zehnmalige Grand-Prix-Gewinner auf seine Privatleben. Eine Rückkehr in die Formel 1 schloss er auch diesmal nicht aus: «Vielleicht tauche ich wieder einmal irgendwo auf. Ich habe Riesenspaß daran, die Formel 1 zu bestreiten. Aber nur dabei zu sein, das ist nichts für mich.»

dpa-infocom


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