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Nicht nur Gold und Silber: Neue Farben für die Uhr

Pforzheim/Hagen Eine Uhr soll die Zeit anzeigen - nicht mehr und nicht weniger.

Welche Uhren die Herzen der Frauen erfreuen und den Geschmack der Männer treffen, ist aber auch vom Design abhängig - und das ändert sich mit der Zeit.

Neue Farben glänzen in diesem Jahr auf den Oberflächen. Und das Innenleben wird wieder gern prominent nach außen getragen. Trend sind in diesem Jahr rosévergoldete Modelle und technische Anmutung, sagt Melanie Dummin von der Juwelierkette Christ mit Sitz in Hagen. Auch laut Alfred Schneider kommen die neuen Uhren-Modelle ausgesprochen farbig daher: Rosé und Rotgold seien bei den Gehäusen die Trendfarben, sagt der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Schmuck und Uhren in Pforzheim. Beimischungen von Kupfer sind für diese Farbe verantwortlich.

Seiko und Swatch sind dafür nur zwei Beispiele. Die Firma Rado, die in den 70er Jahren mit der Metallisierung von Glas neue Wege ging, setzt mit der «Ceramica Jubilé Collection» erstmals auf Farbakzente zum sonst dominierenden Schwarz. Die Palette reicht von Indigo über Mint-Grün bis zu Violett.

Besonders viele Hersteller richten ihr Augenmerk in dieser Saison aber auch auf das Innenleben der Zeitmesser. Während in der Unterhaltungselektronik der Bedienungskomfort groß geschrieben wird, heißt es bei den Uhrenherstellern: Zurück zu den Anfängen - es darf ruhig kompliziert sein. Technikbegeisterung für echte Männer hat wieder einen Stellenwert. So erweitert Tissot die seit 2000 angebotene T-Touch-Familie um die neue «T-Touch Expert»: Diese Outdoor-Uhr kommt mit acht zusätzlichen Funktionen daher, zum Beispiel mit einem Höhendifferenzmesser.

Neben Rosé zeigen die Gesichter der Uhren häufig Schwarz oder Orange, farblich abgestimmt mit den Lederarmbändern. Wie in der Mode stehen auch bei den Uhren derzeit Eleganz und Sportivität nebeneinander. Die Uhren-Messe «Salon International de la Haute Horlogerie» (SIHH) in Genf zum Beispiel widmete in diesem Jahr dem Verhältnis von Sport und Zeitmessung und der sportiven Uhr eine eigene Ausstellung.

Bei den sportlichen Uhren sind viele schwarze und braune Lederarmbänder mit Steppnähten an den Seiten zu sehen, verstärkt auch Kautschukbänder und oft in Kombination mit Edelstahl. Die Gehäuse gehen in die Breite - bis zu 48 Millimeter Durchmesser sind keine Seltenheit.

Auch bei den Werkstoffen tut sich einiges: Aluminium, Titan und Palladium sind drei der bevorzugten Materialien für Innenleben und Gehäuse, sagt Schneider. Bei den Damenuhren lautet das Motto offenbar «Fun» und «Farbe»: Es dominieren Uhren an großen oder zarten Kettengliedern - oder aber breite Lederbänder. Bunte Strasssteine, wahlweise Brillanten, auf der Lünette tanzen im Uhrzeigerrhythmus über das Zifferblatt, das auch in Perlmutt daherkommen darf.

Wie jedes Jahr zeigen viele Hersteller neben dem Trend aber auch Sonderkollektionen: Der weltgrößte Uhrenproduzent Swatch legt zum Beispiel pünktlich zum Start des neuen James-Bond-Streifens «Ein Quantum Trost» die «007-Villain-Kollektion» auf - also Modelle mit Abbildungen der Schurken aus den Filmen. So erinnert jede der 22 Uhren an je einen Bösewicht - von Dr. No über Blofeld bis zu Dominic Greene.

Längst haben aber auch die Modehersteller den Uhrenmarkt für sich entdeckt - Luxusmarken und Sporthersteller zum Beispiel. Und so findet sich klassisches Gold und Silber auch bei Marken wie Michael Kors - Adidas setzt in diesem Jahr auf übergroße Ziffern, Kautschuk-Armband und farbig hervorgehobene Details.

Andere Marken haben sich für das Design Verstärkung von außen geholt. So bietet Alessi in diesem Jahr verschiedene Uhrenkollektion in Zusammenarbeit mit dem Hersteller Seiko an. In diesem Rahmen präsentiert etwa Miriam Mirri die Millennium-Kollektion, bei der Rot, Grau und Violett die Kombination von Aluminium und Leder im Armband hervorheben. Von Andreas Srenk, dpa

dpa-infocom