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Brauchtum

Nürnberger Christkindlesmarkt eröffnet

Nürnberg Mit seinem feierlichen Prolog hat das Nürnberger Christkind Rebekka Volland am Freitagabend vor mehreren tausend Besuchern den weltbekannten Nürnberger Christkindlesmarkt eröffnet.

Im Engelsgewand mit goldenen Flügeln verkündete die 17-Jährige von der Empore der mit Scheinwerfern angestrahlten Frauenkirche herab den Beginn der Vorweihnachtszeit und lud Groß und Klein in das «Städtlein aus Holz und Tuch» ein. Die Veranstalter rechnen bis zum Heiligen Abend mit rund zwei Millionen Besuchern.

Auf die Besucher in Nürnberg wartet in knapp 200 Buden ein Angebot von Krippen und Christbaumschmuck, Lebkuchen, Rauschgoldengeln, Kerzen und Spielzeug. Begonnen hatte Deutschlands bekanntester Weihnachtsmarkt am Freitag bereits vor der offiziellen Eröffnung. Die Händler verkauften erstmals schon am Vormittag ihre Waren in den mit rot-weißem Tuch bespannten Buden. Um in der schärfer werdenden Konkurrenz mit anderen Weihnachtsmärkten die Besucher anzulocken, hatten unter anderem die Stadt, die Congress- und Tourismuszentrale sowie die Marktkaufleute in diesem Jahr etwa 190 000 Euro für Werbung ausgegeben. Außerdem dürfen Touristenbusse wieder bis an den Rand der Altstadt fahren statt nur bis zum Messegelände.

Der Ruf des Nürnberger Christkindlesmarktes gründet sich vor allem auf seine lange Tradition: Das «Städtlein aus Holz und Tuch» ist einer der ältesten Weihnachtsmärkte Deutschlands. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1628: Auf einer Spanschachtel aus Nadelholz findet sich neben der Jahreszahl der Hinweis auf einen «Kindles-Marck» in Nürnberg. Vermutlich hatte es den Markt aber schon viel früher gegeben. Denn bereits im Jahre 1610 ist in einem städtischen Ratsbeschluss von einem Markt die Rede, auf dem Geschenke zum «Kindleinsbescheren» angeboten wurden. Bereits im Jahre 1737 waren dort fast alle Nürnberger Handwerker mit Verkaufsbuden vertreten.

dpa-infocom