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Terror-Nacht in Bombay

Rheinland-Pfälzer rettet sich

Bombay/Rheinland-Pfalz Der aus Guldental stammende Hendrik Bott (30) hört immer noch Gewehrschüsse, als wir ihn gestern gegen 14 Uhr nach der Terrornacht telefonisch erreichen. Er ist endlich in Sicherheit und beobachtet, wie das von Terroristen besetzte Hotel "Oberoi" von Scharfschützen gestürmt wird.

"Sie sind jetzt ins 6. von 20 Stockwerken vorgedrungen. Überall ist Polizei und Militär auf der Straße - auch hier, zwei Häuserblocks vom Hotel entfernt." Bott hat erst im Morgengrauen seine Wohnung erreicht - auf der Flucht vor Terror und Tumult.

Als Terroristen das Hotel "Taj Mahal" stürmten, stand er mit Freunden nur 200 Meter entfernt vor einem Restaurant. Ihnen eilte ein entsetzter Freund entgegen. "Er hatte viele Schüsse gehört und sogar Tote gesehen. In diesem Moment lief eine flüchtende Menge auf uns uns zu." Der von der Nahe stammende Jurist flüchtete sich mit den Freunden ins Restaurant. Mit Indern verrammelten sie Fenster und Türen. Bott ging unter der Theke in Deckung. Erst im Morgengrauen sah die Gruppe die Chance, mit Taxis in die Nähe der Wohnung zu fahren. Bott erlebt in den Stunden danach die ansonsten so hektische Millionenmetropole in Schockstarre: Es herrscht Ausgangsperre.

Den Rheinland-Pfälzer hat der Ausbruch des Terrors ebenso überrascht wie andere auch. "Ich habe keine Spannungen zwischen den Schichten oder den Kulturen gespürt." Auffallend ist für ihn nur im Nachhinein: "Der Tag vor der Terrornacht und der Tag zuvor waren in Bombay ungewöhnlich ruhig. Es herrschte weniger Lärm und Gewusel. Es waren nur wenige Straßenhändler unterwegs. Wir haben uns schon gewundert." Ob viele Inder gewarnt waren? Bott kann nur grübeln.

Der 30-Jährige, der in Hamburg studierte, ist seit einem Monat in Bombay. Nach der Abgabe seiner Doktorarbeit über internationales Baurecht absolviert er ein Referendariat in der Deutsch-Indischen Außenhandelskammer. Ihm erschien das spannender, als ein Referendariat in Hamburg-Harburg. "Ich wusste, dass ich in ein Schwellenland komme. Aber bis gestern fühlte ich mich absolut sicher hier."

Jetzt ist Hendrik Bott mulmig zumute. Eigentlich wollte er noch zwei Monate bleiben. Aber er folgt gern der Bitte, die ihn vom Hanseatischen Oberlandesgericht Hamburg erreicht hat: Er versucht nun, möglichst schnell auszureisen. Denn das das Hamburger Gericht hat ihn wissen lassen, dass ihm unter diesen Umständen die volle Zeit angerechnet wird. Seine Eltern reagieren erleichtert. (Ursula Samary)

RZO


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