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Oberärztin nach Tod eines Notfallpatienten freigesprochen

Mainz Eine Mainzer Oberärztin, die sich wegen des Todes eines Notfallpatienten vor Gericht verantworten musste, ist freigesprochen worden.

Das Amtsgericht in Mainz erkannte zwar am Freitag eine Pflichtverletzung der Medizinerin, die jedoch nicht für eine Strafe maßgeblich gewesen sei.

Der Staatsanwalt hatte neun Monate Haft auf Bewährung und eine Geldbuße von 4000 Euro gefordert. Die Anklage hatte der 48-Jährigen vorgeworfen, 2005 den Tod eines jungen Mannes verschuldet zu haben, indem sie nachts als Oberärztin die Annahme des komatösen und an einer lebensgefährlichen Bluterkrankung leidenden Patienten verweigert habe.

Der Vorwurf, die Ärztin sei für den Tod des Mannes verantwortlich, sei nicht zu halten, urteilte der Amtsrichter. Die von einem Gutachter genannte 90-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass der 25- Jährige aus Bingen bei sofortiger Behandlung überlebt hätte, seien nicht ausreichend. Außerdem sei eine Kausalität zwischen Nichthandeln und Tod nicht ausreichend festzustellen.

Das Gericht führte aus, zwar habe die damals diensthabende Ärztin ihre Pflichten verletzt, weil sie sich nicht weiter um den jungen Mann gekümmert und sich rein auf Zuständigkeiten berufen habe. Doch mit der Einlieferung des Patienten sei das Klinikum Herrin über das Geschehen gewesen. Und da seien die Verfahrensabläufe für den Fall der Einlieferung von Notfallpatienten laut Beweisaufnahme "nicht ausreichend festgelegt und lückenhaft".

Der Staatsanwalt hatte in seinem Plädoyer ausgeführt, das "Nichthandeln" der Oberärztin sei Grund für den Tod des Patienten gewesen. Statt mit einem Telefonat weitere Behandlungsmaßnahmen zu delegieren, habe sie die Notärztin mit dem Patienten und dem Hinweis auf fehlende Intensivbetten wieder auf die Straße geschickt. Der Mann wurde zunächst in ein anderes Krankenhaus gebracht und starb tags darauf.

RZO


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