IVWPixel Zählpixel
kalaydo.de kalaydo.de Jobs Auto kaufen Immobilien Kleinanzeigen Bei kalaydo.de inserieren In der Rhein-Zeitung und ihren Heimatblättern inserieren Zeitungsanzeige aufgeben kalaydo.de
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Bauen & Wohnen     » News     » Mietrecht     » Haushalts-Tipps

Weihnachtsdekoration am Haus ist erlaubt - in Maßen

Berlin Im Advent wird manche Hausfassade zum Schmuckkästchen.

Da ranken sich Lichterketten um Balkonbrüstungen, und fast meterhohe Nikolaus-Figuren aus Plastik klettern die Wände hoch.

Grundsätzlich dürfen Mieter Wohnung und Balkon dekorieren, wie sie mögen - in den Wohnräumen, an Fenstern, im Flur und auf dem Balkon ist also erlaubt, was gefällt, erläutert der Deutsche Mieterbund (DMB) in Berlin. An rechtliche Grenzen stößt die Liebe zu bunten Sternen und Lichtern aber dann, wenn die Festbeleuchtung zum Beispiel das Schlafzimmer des Nachbarn in grelle Farben taucht.

«Gegen diese Art von Zwangsbeleuchtung können sich die Nachbarn wehren und zum Beispiel verlangen, dass die Beleuchtung ab 22.00 Uhr abgeschaltet wird», sagt Sprecher Ulrich Ropertz. Wer sich gestört fühlt und im Gespräch auf Granit beißt, kann sich auch an den Vermieter wenden. Er muss dann versuchen, für Abhilfe zu sorgen. Bleibt das ohne Ergebnis und die Nachtruhe ist merklich gestört, dürfen Mieter die Zahlungen mindern.

Die Zustimmung des Vermieters ist erforderlich, wenn die Balkonaußenwand und die Außenfassade verziert werden sollen. Er kann Beleuchtung und mannshohe kletternde Nikolausfiguren verbieten, wenn zur Befestigung die Fassade angebohrt werden muss. Andererseits muss die Dekoration aber ausreichend gesichert sein, erläutert Ropertz. Es müsse ausgeschlossen sein, dass Figuren bei stärkerem Wind vom Balkon fallen und Passanten gefährden.

Außerdem darf das Äußere des Hauses nicht «verschandelt» werden - und bei dieser Einschätzung spielt schon der persönliche Geschmack eine Rolle. Aber auch die örtlichen Gegebenheiten beeinflussen die Lage: Im Hinterhof dürfen Weihnachtsmänner den Angaben nach eher kraxeln als an der Straße.

Im Treppenhaus gibt es ebenfalls Grenzen für die Dekorationsfreude. Einen bunten Adventskranz dürfen Mieter zum Beispiel an der Außenseite der Wohnungstür anbringen - das ist nach Auffassung des Landgerichts Düsseldorf Ausdruck einer alten Tradition und müsse von allen toleriert werden (Az.: 25 T 500/89). Mieter dürfen aber etwa nicht im ganzen Haus weihnachtliche Düfte - Tanne, Vanille oder Zimt - versprühen. Das ist laut dem Oberlandesgericht Düsseldorf eine «bestimmungswidrige Nutzung» des Gemeinschaftseigentums (Az.: 3 Wx 98/03).

dpa-infocom


Sie benötigen Flash Player 9, um den RZ-Video-Player ansehen zu können.
Regioticker
Eventkalender
rz lexikon