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Beziehung zum Chef beeinflusst Unternehmensbindung

Lüneburg/Hamburg Kommen Mitarbeiter und Vorgesetzte nicht miteinander aus, ist das auch schlecht für das Unternehmen.

Denn die Wahrscheinlichkeit, dass der Mitarbeiter sich dann nach einer neuen Stelle umsieht, nimmt deutlich zu.

Das ergab eine Studie des Instituts für Mittelstandsforschung an der Universität Lüneburg. Dabei sagten 49,3 Prozent der Befragten, die mit der Beziehung zum Chef unzufrieden sind, sie suchten aktiv einen neuen Arbeitgeber. Das teilt die Personalberatung Hanseatisches Personalkontor Hapeko in Hamburg mit, die an der Studie beteiligt war.

Ob ein Arbeitnehmer das Verhältnis zum Vorgesetzten negativ oder positiv beurteilt, sei wesentlich für seine Bindung ans Unternehmen, so Prof. Albert Martin, Direktor des Instituts für Mittelstandsforschung. Befragt wurden mehr als 2000 Personen - gut die Hälfte davon mit Hochschulabschluss - etwa nach Fairness, Unterstützung bei beruflichen Zielen sowie dem menschlichen Verhältnis zum Vorgesetzten. Vor allem kleine Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern schnitten bei der Beurteilung schlecht ab.

Der Zusammenhang zwischen schlechter Beziehung zum Chef und Distanz zum Unternehmen war bei der Befragung klar erkennbar. So gaben 76,8 Prozent der Umfrage-Teilnehmer, die derzeit keine Stelle suchen, an, ihre Beziehung zum Vorgesetzten sei gut. Nur 9,3 Prozent dagegen schätzten sie als schlecht ein. In der Gruppe derjenigen, die einen neuen Arbeitgeber suchen, bewertet dagegen fast die Hälfte ihre Beziehung zum Chef als negativ.

Das gleiche Bild zeigt sich bei der Einschätzung einzelner Aspekte des Führungsverhaltens: So sind zwei Drittel derer, die im Betrieb bleiben möchten, mit der Unterstützung durch den Chef und mit seiner Fairness zufrieden. Bei den Stellensuchenden ist es nur jeder Vierte. Das menschliche Verhalten des Chefs bewerten dagegen beide Gruppen vergleichsweise positiv: Auch unter denjenigen, die überlegen, dem Betrieb den Rücken zu kehren, sagten nur 37,1 Prozent, das Verhältnis zum Chef sei «menschlich schlecht».

Wie Chef und Mitarbeiter zueinander stehen, hat auch deutliche Auswirkungen darauf, wie wohl sich Letzterer fühlt: Läuft es rund, fühlen sich auch fast drei Viertel aller Arbeitnehmer gut. Ist die Beziehung zwischen beiden schlecht, haben nicht einmal 15 Prozent ein gutes Gefühl am Arbeitsplatz. Ähnlich sind die Auswirkungen beim Stress: So empfinden der Studie zufolge 56,7 Prozent der Arbeitnehmer mit schwieriger Beziehung zum Vorgesetzten hohen Arbeitsstress.

Basis der Studie war eine Online-Befragung mit 2885 Teilnehmern. Von ihnen beantworteten 2059 den Fragebogen weitgehend, 1900 gaben sogar auf jede Frage eine Antwort. Zielgruppe der Befragung waren Arbeitnehmer mit anspruchsvollen Tätigkeiten in der gewerblichen Wirtschaft. Entsprechend hatten 83 Prozent der Teilnehmer Abitur, 55 Prozent einen Hochschulabschluss. Die Ergebnisse sind daher nicht repräsentativ für die gesamte Arbeitnehmerschaft.

dpa-infocom


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