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Kranke Kinder per Web am Unterricht teilhaben lassen

Erlangen Unterricht per Internet soll künftig verhindern, dass für längere Zeit erkrankte Schüler den Anschluss an den Lehrstoff verlieren.

Das erklärt der Leiter einer Schule, die das Projekt «Unterricht per Videokonferenz» jetzt startet.

Die Schulstunden am Computer könnten auch dazu beitragen, Kindern und Jugendlichen nach ihrer Genesung die Rückkehr in ihre Heimatschule zu erleichtern, sagte der Leiter der Erlanger Schule für Kranke, Franz Rumpler. Mit dem Projekt sollen sich Schüler und Lehrer in ganz Bayern übers Internet vernetzen können.

Der virtuelle Unterricht sei vor allem für Schüler gedacht, die keinen Besuch empfangen dürfen, erläuterte der gelernte Sonderschullehrer Rumpler. «Das ist bei hoch infektionsgefährdeten Kindern und Jugendlichen der Fall, vor allem, wenn sie an Krebs erkrankt sind und Chemotherapie erhalten.»

Auch für psychisch kranke Schüler , die große Gruppen scheuten, sowie für chronisch kranke Kinder und Jugendliche biete der virtuelle Unterricht eine Chance. Ein Grund für das Projekt sei auch der immer kürzere Aufenthalt junger Patienten in Krankenhäusern. Sie verbrächten dann meist noch zwei bis drei Wochen zu Hause, ohne die Schule besuchen zu können.

An dem Projekt beteiligen sich neben der Schule für Kranke Erlangen auch Krankenhaus-Schulen in allen bayerischen Bezirken. In der Erlanger Schule werden jährlich 400 Patienten der Universitätsklinik im Alter zwischen 6 und 18 Jahren unterrichtet. Sie kommen aus allen Schulformen - von der Förderschule bis zum Gymnasium - und sind so krank, dass sie für mindestens vier Wochen im Jahr nicht am Unterricht ihrer Heimatschulen teilnehmen können.

Schüler und Lehrer sollen mit Hilfe eines speziellen Computer-Programms kommunizieren. «Möglich ist, dass sich die jungen Patienten zu Hause befinden oder im Krankenbett liegen und der Lehrer von zu Hause aus unterrichtet», sagte Rumpler. Sofern eine Internet-Kamera vorhanden sei, könnten sich die Beteiligten auf einem Teil des Bildschirms sehen. Der übrige Teil des Computer-Monitors diene als «virtuelle Tafel».

Auf dieser «Tafel» könnten Schüler beispielsweise Texte eingeben, die sofort auch für die Lehrer am anderen Ende der Leitung sichtbar seien, erläuterte Rumpler. «Auf diese Weise können alle auch über die Ferne an demselben Objekt arbeiten.» Außer einem Computer seien eine schnelle Verbindung zum Internet, Kopfhörer und Mikrofon sowie die Kamera nötig. «Die technischen Anforderungen wollen wir flachhalten. Für die Schüler entstehen keine Kosten.»

Vorerst wird der virtuelle Unterricht nur von Lehrern angeboten, die an den Schulen für Kranke tätig sind, sagte Rumpler. «Wir wollen aber auch den Heimatschulen der erkrankten Schüler Mut und Appetit machen, sich künftig an unserem Projekt zu beteiligen.»

Schule für Kranke in Erlangen: www.sfk-erlangen.de

Infos zum virtuellen Krankenhausunterricht: www.schule-am-pc.net

dpa-infocom


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