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Sozialgericht: Diskjockey nicht immer Künstler

Lübeck Ein Diskjockey ist nach Ansicht des Lübecker Sozialgerichts nicht automatisch mit einem Künstler gleichzusetzen.

Das gilt zumindest dann, wenn er nur ein Musikprogramm zusammenstellt und die Stücke mit verbindenden Worten weitgehend unverändert abspielt.

Der DJ wird auch nicht automatisch zum Künstler, wenn er ein professionelles Mischpult benutzt, mit dem er Tonlage, Tonhöhe, Tempo und Takt verändern und zusätzliche Effekte wie Echo, Chor oder Hall einspielen kann. Das geht aus einem Urteil des Sozialgerichts Lübeck hervor (Az. S 14 KR 1066/07).

Ein Diskjockey ist erst dann künstlerisch tätig, wenn er verschiedene Musikstücke zu neuen Klangbildern und Kompositionen zusammen mischt und auf diese Weise neue Musik schafft. Solange es sich im Schwerpunkt um eine technische Arbeit handelt, sind die Voraussetzungen «Musik schaffen» oder «Musik ausüben» nicht erfüllt, heißt es in dem Urteil. In dem zugrunde liegenden Fall wollte ein Diskjockey als Künstler anerkannt werden, um sich über die preisgünstige Künstlersozialversicherung versichern zu können.

Auf seiner Homepage stellte er sich jedoch als Diskjockey dar, der überwiegend auf Hochzeiten, runden Geburtstagen, Polterabenden sowie anderen privaten Festen und Feiern tätig war. «Seine Hauptaufgabe ist es, dem Publikum angenehme Musik zu bieten und es gut zu unterhalten», heißt es in der Gerichtsentscheidung. Dort spiele er ein Musikprogramm ab und erfülle die Musikwünsche seiner Auftraggeber und deren Gäste.

Technisch gesehen beschränke sich seine Arbeit darauf, die Übergänge fließend zu gestalten und gegebenenfalls die Tonlage, die Tonhöhe und das Tempo zu verändern und anzupassen. Damit liege der Schwerpunkt seiner Tätigkeit trotz einer kreativen Komponente auf dem Einsatz manuell-technischer Fähigkeiten, urteilte das Gericht: «Dass der Kläger darüber hinaus künstlerisch tätig wird, indem er - wie er behauptet - neue Musiktitel kreiert, hält die Kammer angesichts des Internetauftritts des Klägers nicht für glaubhaft.»

dpa-infocom


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