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Telekom schließt weniger Callcenter als geplant

Bonn/Hannover Nach massiven Protesten schließt die Telekom weniger ihrer Callcenter als geplant.

Statt der ursprünglich vorgesehen 24 Standorte sollen nun 33 übrigbleiben, wie die Telekom am Freitag mitteilte.

Geschlossen werden 30 Callcenter bis Ende 2011. Allerdings fallen nun im Vergleich zur ursprünglichen Liste die Standorte Leipzig, Bonn und Oldenburg weg. Dafür werden mehrere neue Callcenter aufgebaut.

Neben Trier und Schwerin sollen nun auch Servicecenter in Bremen, Dresden, Heilbronn, Mainz, Meschede und Berlin erhalten bleiben. Daneben werden an vier Standorten neue Callcenter gebaut, um Mitarbeiter von anderen geschlossenen Standorten aufzunehmen und deren Fahrtzeiten zu verringern.

Besonders betroffene Mitarbeiter sollen außerdem Stellen in der Nähe ihres Wohnorts an sechs Standorten der Telekom-Tochter Vivento Customer Services GmbH (VCS) erhalten. Für alle 33 Kundencenter und die sechs VCS-Standorte gibt die Telekom eine Standortgarantie bis 2012.

Wie viele Mitarbeiter nun von der neuen Lösung betroffen sind, konnte ein Telekom-Sprecher zunächst nicht beziffern. Ursprünglich war von 8000 die Rede gewesen, insgesamt sind in den Callcentern der Telekom rund 18 000 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Einigung war von Vertretern der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite in der Nacht zum Freitag vor der Einigungsstelle unter dem Vorsitz des Präsidenten des Landesarbeitsgerichtes Niedersachsen, Gert-Albert Lipke, erzielt worden. Die Einigungsstelle war nach drei erfolglosen Verhandlungsrunden im Oktober angerufen worden.

Gegen die geplanten Schließungen hatte es in den vergangenen Wochen bundesweit Protestaktionen von Telekom-Mitarbeitern mit der Gewerkschaft ver.di gegeben. Auch von Seiten der Kommunen gab es zum Teil heftige Kritik.

Mit dem Umbau will die Telekom jährlich wie geplant um die 57 Millionen Euro einsparten, sagte ein Telekom-Sprecher. Die Investitionen beliefen sich im Gegensatz dazu auf rund 70 Millionen Euro. Im Rahmen der Einigung hatten sich die Verhandlungspartner außerdem auf einen Sozialplan mit einem Volumen von rund 40 Millionen Euro geeinigt. Damit sollen Härten für besondere Fälle wie Alleinerziehende, Behinderte oder Teilzeitbeschäftigte abgefangen werden.

«Das ist letztlich ein Kompromiss, der für viele Betroffene die Situation mildert. Trotzdem sind immer noch viele Mitarbeiter betroffen», sagte ver.di-Gewerkschafter und T-Mobile-Aufsichtsrat Ado Wilhelm, der die Verhandlungen beratend begleitet hatte. Nach Schätzungen der Gewerkschaft ver.di müssen rund 3000 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz wechseln und unter Umständen längere Wege zur Arbeit in Kauf nehmen.

Erst kürzlich hatte die Telekom sich mit der Arbeitnehmerseite auch über die Ausgliederung von 6000 Mitarbeitern der Netzwerksparte in Servicegesellschaften vom 1. Dezember an geeinigt. Für sie bedeutet der Umzug zur Sparte T-Service längere Arbeitszeiten und auf lange Sicht auch Gehaltseinbußen.

dpa-infocom


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