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Gartner: Wirtschaftslage belastet Handy-Markt

Egham Der weltweite Absatz mit Handys ist nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Gartner im dritten Quartal niedriger ausgefallen als erwartet.

Mit insgesamt 309 Millionen verkauften Geräten verzeichnete die Branche ein Wachstum um sechs Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr erwarten die Marktforscher einen Zuwachs von acht Prozent. Grund für die schwachen Zuwachsraten seien unter anderem auch die geringe Zahl der verfügbaren Top-Modelle sowie generell wenig überzeugender Produkte, sagte Gartner-Analystin Carolina Milanesi am Dienstag.

Der finnische Handy-Bauer Nokia führte im dritten Quartal den Markt weiterhin mit einem Marktanteil von 38,2 Prozent deutlich an, gefolgt von Samsung mit einem Marktanteil von 17,1 Prozent. Der globale wirtschaftliche Abwärtstrend habe einen Kampf zwischen Sony Ericsson, Motorola und LG um den dritten Platz ausgelöst, sagte Milanesi. Auf dem dritten Platz rangiert im dritten Quartal das Gemeinschaftsunternehmen Sony Ericsson mit einem Marktanteil von 8,1 Prozent, nur knapp vor Motorola mit 8,0 Prozent Marktanteil und LG mit 7,8 Prozent.

Derzeit würden in den entwickelten Märkten vor allem weniger Geräte als sonst durch neue Modelle ausgetauscht. In den sich entwickelnden Märkten wie Indien gehen die Marktforscher für das vierte Quartal wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage von einer deutlich nachlassenden Nachfrage nach Erste-Geräten aus. Ob das Weihnachtsgeschäft wie erhofft den Absatz ankurbeln werde, sei noch ungewiss. Noch sei es zu früh zu sagen, wie lange das wirtschaftliche Gesamtklima den Handy-Markt noch beeinflussen werden, sagte Milanesi. «Aber wir erwarten, dass auch noch das erste Halbjahr 2009 schwierig werden wird.» Der Absatzzuwachs werde im kommenden Jahr voraussichtlich im «niedrigen einstelligen Bereich» liegen.

dpa-infocom


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