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Mit wenigen Klicks zum eigenen Blog

Stuttgart/Koblenz Ob privates Tagebuch oder politischer Kommentar - das Bloggen reizt viele Hobby-Schreiber.

Für Einsteiger gibt es mehrere Möglichkeiten, mit dem Bloggen anzufangen.

Dabei kommt es darauf an , welche Computerkenntnisse der Nutzer mitbringt und wie viel Freiraum er sich bei der Gestaltung seines Blogs wünscht. Generell bieten sich zwei Varianten an: «Es gibt Blog-Hoster, die ihr System im Internet betreiben und Blog-Software, die sich der Nutzer auf dem Rechner installiert», erklärt Jo Bager von der Zeitschrift «c't». Wer Blog-Software benutzt, benötigt zusätzlich einen Provider im Netz, der den notwendigen Speicherplatz zur Verfügung stellt, erläutert Olaf Schmitz, Betreiber von Wordpress Deutschland aus Koblenz in der Schweiz. Den Provider könne der Blogger unabhängig vom Anbieter der Software wählen.

Dieser Aufwand ist bei einem Blog-Hoster nicht nötig. «Der Nutzer muss sich nicht um die technische Umsetzung kümmern - in wenigen Minuten ist der Blog eingerichtet», sagt Schmitz. Bekannte Blog-Hoster seien beispielsweise «blogger.de» von Google, «wordpress.com» oder «twoday.net». Die Basisversionen der großen Anbieter seien in der Regel kostenlos für den Einsteiger. Mehr bieten Premium-Accounts, die aber meist auch etwas kosten. «Wer sich mit HTML oder anderen Programmiersprachen auskennt, kann sehr in die Tiefe gehen», erklärt auch Dieter Rappold von Knallgrau Media aus Wien, die den Blog-Hoster «twoday.net» betreiben.

Anbieter wie «blogger.de» oder «wordpress.com» machen es dem Nutzer leicht: «Einmal eingerichtet ist die Bedienung einfach und intuitiv», sagt der Blogger Michael Firnkes aus Teltow bei Berlin. Der 31-Jährige betreibt seinen Blog meinstartup.com seit einem Jahr. Ein Vorteil für Anfänger sei, dass es bei Blog-Hostern zu jedem Problem viele FAQs, Foren und Hilfe-Blogs gibt. Das mache den Einstieg leicht.

Wer selbst hostet, braucht allerdings nicht nur Speicherplatz im Internet - «er sollte sich auch gut mit HTML oder CSS auskennen», sagt Olaf Schmitz. Dafür habe der Blogger bei der Gestaltung unbegrenzte Möglichkeiten. Hier gebe es tausende Design-Vorlagen. Wer sich mit der Software auskennt, könne zudem viel mehr Zusatzfunktionen einbauen als bei den großen Blog-Hostern.

Es sei allerdings ein großer Aufwand , selbst einen Server zu verwalten, sagt Dieter Rappold. «Der Nutzer muss selbst alle Sicherheitslücken schließen und die Software aktualisieren.» Ein wesentlicher Unterschied zwischen Blog-Hostern und selbst gehosteten Blogs liegt deshalb bei der Sicherheit. Wenn der Blog ein bisschen bekannter ist, können Spam-Kommentare zur Seuche werden.

Einsteiger achten am besten auch darauf, ob bei einem Hoster fremde Werbung im Blog geschaltet wird. Für den Schutz der eigenen Daten sei es empfehlenswert, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen genau zu lesen. Wer kein Interesse mehr am Bloggen hat, kann Schmitz zufolge seinen Weblog bei den großen Anbietern problemlos löschen. Von Philipp Laage, dpa

dpa-infocom


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