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Anpassungsfähige Eindringlinge: Invasion im Garten

Bonn Sie stammen aus China und Japan, aus Nord- und Südamerika, Australien und Neuseeland.

Anpassungsprobleme kennen sie nicht. Im zügigen Tempo mischen sie sich unter die heimischen Pflanzen, mal verhalten, mal aggressiv.

Invasive Arten nennen Fachleute diese Fremdlinge. Viele von ihnen sind als Garten- und Parkpflanzen beliebt. Damit sie jedoch nicht überhand nehmen, haben das Bundesumweltministerium in Berlin und der Zentralverband Gartenbau (ZVG) in Bonn jetzt eine Vereinbarung über den Umgang mit den entsprechenden Pflanzen getroffen.

Einer dieser Eindringlinge ist der Schmetterlingsstrauch (Buddleia davidii). Er wirkt dekorativ mit seinem lockeren, breit ausladenden Wuchs und den süß duftenden, bis zu 50 Zentimeter langen Blütenripsen. Es gibt Buddleien aber nicht nur im Garten. Die Pflanzen setzen reichlich Samen an, der vom Wind verweht wird. Daher bilden sie große Bestände entlang von Bahndämmen und Straßenrändern.

In der Regel bereiten sie dort keine Probleme, und als Futterangebot für Insekten wird der Schmetterlingsstrauch eher positiv betrachtet. Trotzdem werden Gärtner ihre Kunden künftig darauf hinweisen, dass Buddleien nicht in die freie Landschaft gehören. Wer sie kauft, sollte wissen, dass er Blütenstände vor der Samenreife abschneiden und nicht auf dem Kompost entsorgen sollte.

Bei den Lupinen (Lupinus polyphyllus) dürfen Hybriden wie 'Kastellan', 'Kronleuchter' oder 'Mein Schloss' auch künftig die Gärten bevölkern. Vorsicht ist aber mit der Art selbst geboten, die gern als Gründünger verwendet wird und für blaue Blütenkerzen an Autobahnen und Bahndämmen sorgt. Dort verursacht sie durch ihren Stickstoffeintrag in den Boden Veränderungen der Vegetation.

Als Einwanderer aus den Steppen Osteuropas macht sich die Drüsige Kugeldistel (Echinops spaerocephalus) in trockenwarmen Regionen Deutschlands breit. Die kugeligen, silberblauen Blütenstände, die weißfilzigen hohen Stängel und die bizarren Distelblätter machen sie im Garten zur Augenweide. Dort darf sie auch künftig stehen. Aber sie sollte nicht in die freie Landschaft gepflanzt werden und wird einen entsprechenden Vermerk auf ihr Etikett bekommen.

Nach etlichen Pflanzen wird man in den Gärtnereien künftig vergeblich fragen. Der Gewöhnliche Japanknöterich (Fallopia japonica), der Sachalin-Knöterich (Fallopia sachalinensis) und der Bastard-Knöterich (Fallopia x bohemica) stehen auf dem Index. Alle drei gelten als ausgesprochen aggressive Arten, die sich mit ihren kräftigen Rhizomen rasch ausbreiten, drei bis vier Meter hohe, dichte Bestände bilden und alles andere unterdrücken.

Die Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum) ist bereits seit längerem aus dem Staudensortiment verschwunden. Zwar wirkt die Pflanze ausgesprochen dekorativ mit ihren riesigen weißen Blütendolden. Sie hat es jedoch in sich. So mancher erlitt bereits schmerzhafte Verbrennungen nach der Begegnung mit ihr, denn der Pflanzensaft erhöht die Empfindlichkeit der Haut gegenüber dem Sonnenlicht. Außerdem verbreitet sie sich massiv durch reichlich angesetzte Samen. Hat sie einmal Fuß gefasst, ist eine Ausrottung kaum noch möglich. Von Helga Panten, dpa

dpa-infocom


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