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Gartenarbeit im Alter erleichtern

Bonn Bei dem einen ist es der Rücken, bei dem anderen streiken die Knie: Graben, Jäten oder Hacken fällt manchen Menschen von Jahr zu Jahr schwerer.

So sehr viele Ältere die Gartenarbeit schätzen - der Körper setzt dem geliebten Werkeln oft Grenzen.

Technische Hilfen sowie Veränderungen in der Arbeitsweise und im Garten verschaffen Erleichterung. Wenn beispielsweise das Umgraben zur Last wird, passt vielleicht einfach nur die Länge des Spatens nicht mehr. Etwa bis zur untersten Rippe sollte der Spatenstiel reichen, dann lässt er sich am besten handhaben. Da jeder Mensch mit zunehmendem Alter kleiner wird, sollte auch der Spatenstiel kürzer werden.

Außerdem muss es nicht mehr das schwere Spatenblatt sein. Die etwas zierlicheren «Damenspaten» belasten den Rücken deutlich weniger - vor allem, wenn er außerdem ein Blatt aus gehärtetem Aluminium bekommt. Das wiegt nur die Hälfte eines Stahlblattes.

Aber muss denn wirklich immer umgegraben werden? Biogärtner plädieren ohnehin dafür, die Schichtung des Bodens nicht zu stören, damit die an der Oberfläche lebenden Mikroorganismen nicht in den Untergrund befördert werden und die aus der Tiefe nicht ans Licht.

Der Halbbogen des Sauzahns oder die Gartenkralle mit ihren gekrümmten Zähnen werden dann zum Gerät der Wahl. Bei schweren Böden kann von Jahr zu Jahr gewechselt werden zwischen dem Umgraben, bei dem ja auch der Enkel oder der Sohn des Nachbarn helfen kann, und dem Bearbeiten mit Sauzahn und Kralle.

Unkrautjäten und Bücken gehören gedanklich zusammen. Aber wenn keine Wurzelunkräuter beseitigt werden müssen, ist es nicht zwingend nötig. Oft reicht es zu hacken, also das Unkraut knapp über oder unter der Erde von seiner Wurzel zu trennen. Hat der Stiel der Hacke die richtige Länge, kann der Rücken dabei gerade bleiben. Mit der Pendelhacke, die mit zwei Schneiden arbeitet, geht alles rasch und ohne übermäßige Anstrengungen.

Bei jungen, noch kleinen Unkräutern fällt das abgehackte Grün bald in sich zusammen und verrottet an Ort und Stelle. Bei größeren Pflanzen lässt sich das Bücken und Auflesen meist nicht umgehen. Rechtzeitiges Hacken spart letztlich Zeit und Kraft. Am besten aber wird regelmäßig gemulcht, so dass Unkraut kaum noch Chancen hat.

Arbeiten dicht am Boden gehen mit zunehmendem Alter nicht mehr ohne zu sitzen oder zu knien. Gepolsterte und isolierende Kissen oder Polster halten dabei Gesäß und Knie trocken und verringern den Druck. Noch komfortabler ist ein Rollhocker. Seine breiten Räder rollen über Wegeplatten genauso wie über Erde oder Rasen. Wird die Arbeit auch mit dem Rollhocker zu schwer, sind Hochbeete eine Alternative. Sie lassen sich im Sitzen oder Stehen bepflanzen, durchputzen und gießen.

Manchmal ist konsequentes Umgestalten die beste Lösung für lange Freude am Garten. An die Stelle der Hecke, die immer wieder geschnitten werden muss, tritt vielleicht ein Holzzaun, von Clematis oder Trompetenblume berankt. Pflegeaufwendiger Rasen lässt sich durch Bodendecker ersetzen. Statt Astern, Chrysanthemen und Iris, die im Abstand von drei oder vier Jahren aufgenommen und geteilt werden müssen, können Taglilien, Pfingstrosen oder Hosta wachsen. Sie halten es 20 bis 30 Jahre am gleichen Platz aus.

Zur Umgestaltung gehört auch die intelligente Wasserversorgung. Auf oder im Boden verlegte Schläuche machen automatische Bewässerung von Töpfen und Beeten möglich. Außerdem ermöglichen sie die Wasserentnahme auch in Gartenbereichen fernab vom Haus. Ein fahrbarer Schlauchwagen erspart das Schleppen schwerer Schläuche. Steht die Regentonne auf einem Podest, fällt das Wasserzapfen leichter.

Oft sind es solch kleinen Dinge, die das Gartenleben leichter machen: Rollbare Untersetzer, auf denen Töpfe, Kübel, Düngersäcke transportiert werden können. Rasenkanten-Schneider mit langem Stiel. Oder Garten-, Ast- und Heckenscheren mit Kraftübersetzung, für die weniger Kraft aufgewendet werden muss. Wer sucht, findet viele Helfer für Freude an Gartenarbeit auch bei nachlassenden Kräften. Grundregeln für schmerzfreie Gartenarbeit - Schwere Arbeiten nie kalt beginnen, Muskeln erst auf «Arbeitstemperatur» bringen

- Auf kraft- und körpergerechtes, also ergonomisch optimales Arbeitsgerät achten

- Rückengerecht arbeiten, eventuell Rückenschule mitmachen

- Häufiger Pausen einlegen und Arbeiten wechseln, um einseitige Belastungen zu vermeiden

- Arbeitsabläufe überdenken: Kraftsparende Alternativen, aber auch Hilfe suchen und annehmen

- Garten altersgerecht umgestalten Von Helga Panten, dpa

dpa-infocom


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