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«Herminator» beißt auf die Zähne

München Am kräftigen Körper des «Herminators» zwickt es hier und da, doch trotz aller Wehwehchen will es Hermann Maier im WM-Winter noch einmal wissen.

Nach einer exzellenten Sommer-Vorbereitung ging der 35 Jahre alte Skistar aus Österreich voller Zuversicht die alpine Weltcup-Saison an - bis ihn eine schmerzhafte Rückenverletzung stoppte. «Ich war seit langem wieder einmal in perfekter körperlicher Verfassung, vieles ging auf einmal wieder spielerisch», schwärmte Maier und musste dann wegen des Haarrisses im Lendenwirbelbereich gar um seinen Start in Kanada bangen. «Es gab Zeiten, da habe ich mich in Lake Louise nur auf dem Siegespodest gesehen. Jetzt sehe ich es lockerer.»

Wie schon oft in der Erfolgs-Karriere beißt der Doppel-Olympiasieger von Nagano auch zum Auftakt dieser Speedsaison auf die Zähne, Schmerzmittel lindern seine Leiden. Lange konnte Maier wegen der im Oktober erlittenen Rückenverletzung kaum Skifahren und musste in gebückter Haltung umher laufen. Hätte ihn die Blessur ein paar Monate später ereilt, dann wäre der viermalige Gesamtweltcupsieger vermutlich zurückgetreten. «Im Frühjahr hätte ich nach so einer ärztlichen Mitteilung sicher den Hut drauf g'haut», gestand Maier in dieser Woche in einem Interview.

Die Wirbelverletzung ist nur ein weiterer Preis, den der gelernte Maurer für viele Jahre harter Arbeit und Leistungssport zahlen muss. «Ich hatte schon als Kind Probleme, habe dann sieben Jahre schwer gearbeitet und in meinen besten Jahren war Regeneration fast ein Fremdwort, weils dir als Junger egal ist», schilderte der Gewinner von 53 Weltcup-Rennen. Das seit dem Motorradunfall aus dem Jahr 2001 versteifte Sprunggelenk («Die Beweglichkeit wird jedoch von Jahr zu Jahr weniger») hat zu Disbalancen im malträtierten Körper geführt, die sich mit zunehmendem Alter immer stärker bemerkbar machen.

«Vom Aufstehen bis zum Frühstücken dauerts bei mir inzwischen bis zu einer Stunde. Zuerst 25 Minuten am Radl fahren, dann Rumpf- und Stabilisationsübungen. Das brauche ich, um auf Touren zu kommen», sagte der dreimalige Weltmeister, der beim ersten Abfahrts-Training am Mittwoch (Ortszeit) den 22. Platz belegte.

Zwar liegen die großen Erfolge des langjährigen Seriensiegers schon ein paar Tage zurück - in den vergangenen zwei Wintern gab es nur einen Podestplatz - aber die Popularität ist weiter ungebrochen. Wie lange die Fans sich noch am Rennfahrer Maier erfreuen dürfen, «werden wir sehen. Das muss man entscheiden, wie man sich so fühlt», sagte Maier vor Saisonbeginn im Gespräch mit der dpa. Als nächstes Großereignis steht die WM im Februar im französischen Val d' Isère an, aber auch ein neues olympisches Kapitel schließt er für Vancouver 2010 nicht aus. «Olympia ist sicherlich ein Thema», erklärte Maier. «Aber es ist sehr weit weg und ich bin keiner, der so etwas sehr weit im voraus plant.» Für die Winterspiele müssen die Erfolge stimmen und der geschundene Körper mitmachen. Von Christian Kunz, dpa

dpa-infocom


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