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Für die deutschen Abfahrer wären schon Punkte fein

Lake Louise Beim Slalom-Auftakt ließen zwei deutsche Ski-Nobodys mit Karriere-Bestleistungen aufhorchen, in der beginnenden Abfahrts-Saison sind solche Achtungserfolge (noch) nicht in Sicht.

«Man muss realistisch bleiben: Das Niveau unserer Fahrer reicht sicher nicht aus, um unter die besten Zehn zu fahren. Das heißt, wir sind hier, um um den einen oder anderen Punkt zu kämpfen», sagte Speed-Trainer Walter Hlebayna. Vor den Rennen im kanadischen Lake Louise waren die Abfahrtsspezialisten des Deutschen Skiverbandes in den ersten beiden Trainingsläufen nur einmal in den Top-50.

Wunder erwartet in diesem Winter keiner vom jungen DSV-Quartett. Der 21-jährige Andreas Strodl und der 23-jährige Tobias Stechert müssen viele Strecken erst einmal kennenlernen, der lange verletzte Peter Strodl (26 Jahre) und der nach seinem Kreuzbandriss zurückgekehrte Stephan Keppler (25) erst wieder Vertrauen in Fähigkeiten und Körper finden. «Der Speedbereich ist noch mal von ganz anderen Faktoren abhängig als der Technikbereich», sagte Alpin-Direktor Wolfgang Maier, der sich über die Plätze 16 von Stefan Kogler und 19 von Dominik Stehle zwei Wochen zuvor hatte freuen können.

Im vergangenen Winter blieb Keppler zwar hinter den eigenen Erwartungen, mit fünf Platzierungen in den Punkte-Rängen (einmal Super-G, viermal Abfahrt) holte er neben dem zurückgetretenen Johannes Stehle (zweimal Punkte in der Abfahrt) dennoch die einzigen DSV-Zählerchen. «Ich habe mich im Gleiten stark verbessert, so dass ich eigentlich nur mal fehlerfrei runter kommen muss», erhofft sich Keppler im WM-Winter mehr. Das im Februar gerissene Kreuzband macht «während des Fahrens keine Probleme mehr. Morgens zwickt es zwar ein bisschen, aber nach dem Warmmachen geht es schon wieder».

Der Ausfall Kepplers war symptomatisch für die deutschen Abfahrer, die schon lange vom Verletzungspech verfolgt sind. «Das hört sich ein bisschen nach Ausrede an, aber das war schon enorm, speziell in der Abfahrt. Florian Eckert hätte Seriensieger werden können», meinte Technik-Spezialist Felix Neureuther, der nicht nach Nordamerika gereist ist und stattdessen im Europacup Punkte sammeln soll. «Keppler Kreuzband, Stehle Kreuzband, Strodl Kreuzband. Wie viele Kreuzbänder da schon gerissen sind. Bei den Österreichern fällt es nicht so auf, das sind halt so viele. Wenn sich in Deutschland zwei, drei verletzen, ist gleich die komplette Mannschaft weg.»

Auch aus Sorge um die wenigen Talente wird behutsam aufgebaut. Super-G-Junioren-Weltmeister Andreas Sander aus Ennepetal wird wohl nur beim Heim-Weltcup in Garmisch zum Einsatz kommen. «Erst einmal muss ich im Europacup eine ganze Saison durchfahren», sagte der 19- Jährige.

Geduld ist also weiter gefragt bei den Alpin-Herren, um die «Monostruktur Neureuther» (Maier) zu brechen. «Es wäre schon positiv, wenn wir so ein Zugpferd hätten wie den Felix bei den Technikern. Aber wir jammern nicht und orientieren uns an den Vollprofis der internationalen Konkurrenz. Da kann man viel lernen», sagte Hlebayna. Vielleicht gelingen ja doch die Überraschungen wie vor zwei Jahren, als Keppler gleich zweimal auf den achten Platz vorschoss: «Wenn die Umstände genau passen, dann kann so was schon passieren.» Von Christian Kunz und Michael Becker, dpa

dpa-infocom


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