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 Das Thema des Tages 

Internationale Presse fragt nach Hintergründen

Hamburg Die internationale Presse fragt am Freitag nach Hintergründen und Folgen der Anschläge in Indien:

«Times» (London): «Wenn sich das Virus des Fanatismus in der indischen muslimischen Minderheit eingenistet haben sollte, sieht die Zukunft des Landes, das auf Toleranz, Säkularismus und multi-ethnischem Gleichgewicht aufgebaut ist, düster aus. Mit über 150 Millionen Muslimen ist Indien die Heimat einer der größten islamischen Gemeinden. Bis vor kurzem schien diese Minderheit dem religiösen Fanatismus entkommen zu sein. Aber die Spannungen waren zuletzt gestiegen.»

«Libération» (Paris): «Wenn die Terroristen von Bombay aus dem Nachbarland Pakistan kommen, müssen die Inder das beweisen. Indien hat auf seine laizistischen und toleranten Ideen von einst verzichtet. Es behandelt im Namen einer chauvinistischen Vision des Hinduismus seine beachtliche muslimische Gemeinde wie Staatsbürger zweiter Klasse. Die indischen Behörden haben die anti-muslimischen und anti-christlichen Pogrome zu lange währen lassen.»

«Corriere della Sera» (Rom): «Es ist ein brüskes Erwachen, und der in keiner Weise geschwächte Terrorismus hängt mit bleierner Schwere über dem Schreibtisch im Oval Office des amerikanischen Präsidenten, noch ehe Barack Obama dort überhaupt Platz genommen hat. Der Wahlkampf in den USA war noch im Gang, da begannen bereits interessante Theorien zu kursieren. Im Falle eines Wahlsiegs von Barack Obama, so hieß es etwa, werde die terroristische Bedrohung ihre ganze Kraft wiederfinden können.»

«Neue Zürcher Zeitung»: «Solange sich die Radikalen einer ethnischen oder religiösen Gruppe, noch dazu in einer Randregion, gegen den Staat wenden, kann dieser damit leben. Sobald aber die Konflikte bürgerkriegsähnliche Züge in den Kerngebieten und Wirtschaftszentren des Landes annehmen, wird das Fundament der aller Gewalt zum Trotz auf Toleranz gebauten Gesellschaft erschüttert. Die Extremisten machen deshalb Mumbai (Bombay) zu ihrem bevorzugten Schlachtfeld. Die Stadt repräsentiert all das, was sie hassen.»

«Salzburger Nachrichten»: «Die Terroristen (zielen) offenkundig darauf ab, die ganze Region zu destabilisieren. Kurz vor dem Blutbad in Bombay ist Pakistans Außenminister nach Delhi gekommen, um den Dialog zwischen den Nachbarn in Gang zu bringen. Den Extremisten ist die Annäherung der Ex-Erzfeinde ein Dorn im Auge. Jede Bombe, die in Indien explodiert, verschlechtert das Verhältnis der Union zu Pakistan. Sofort zeigt Indiens Führung auf pakistanische Drahtzieher.»

«Der Standard» (Wien): «Sieben Jahre nach 9/11 hat sich der internationale Terrorismus gehäutet. El Kaida, das Netzwerk Osama Bin Ladens, exportiert nicht länger nur mehr seine kranken Ideen und Praktiken, es verschmilzt mit neuen Islamistengruppen, fügt sich in nationale Konflikte wie jene zwischen Muslimen und Hindus in Indien ein, verändert Struktur und Methoden des Terrors auf dem Subkontinent.»

dpa-infocom

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