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Ex-RAF-Terrorist Klar kommt nach 26 Jahren Haft frei

Stuttgart - Nach 26 Jahren Haft kommt der ehemalige RAF-Terrorist Christian Klar in wenigen Wochen auf freien Fuß.

Das Oberlandesgericht Stuttgart gab bekannt, dass der 56- Jährige Anfang 2009 vorzeitig entlassen wird.

Die Richter gehen davon aus, dass bei dem früheren Terroristen keine Rückfallgefahr mehr besteht. Maßgeblich für die Entscheidung sei die Frage gewesen, ob von Klar künftig erneut «erhebliche Straftaten zu befürchten sind», sagte OLG-Sprecherin Josefine Köblitz. «Dies hat der Senat verneint.»

Klar sitzt seit 1982 im Gefängnis. Er war 1985 wegen neunfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Bundespräsident Horst Köhler hatte im vergangenen Jahr eine Begnadigung abgelehnt. Die jetzige Entscheidung entspricht dem Antrag der Bundesanwaltschaft.

Klar gehörte zu den führenden Figuren der zweiten Generation der Roten Armee Fraktion (RAF), die für die Anschläge im «Deutschen Herbst» des Jahres 1977 verantwortlich war. Er wurde unter anderem wegen der Beteiligung an der Entführung und Ermordung von Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer sowie wegen der Morde an Generalbundesanwalt Siegfried Buback und Dresdner-Bank-Chef Jürgen Ponto verurteilt.

Das Stuttgarter Gericht hatte 1998 angeordnet, dass Klar wegen der «besonderen Schwere der Schuld» mindestens 26 Jahre in Haft bleiben muss. Diese Frist läuft am 3. Januar 2009 ab.

dpa-infocom