IVWPixel Zählpixel
kalaydo.de kalaydo.de Jobs Auto kaufen Immobilien Kleinanzeigen Bei kalaydo.de inserieren In der Rhein-Zeitung und ihren Heimatblättern inserieren Zeitungsanzeige aufgeben kalaydo.de
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt

Spediteure stöhnen über geplante Maut-Erhöhung

Mannheim - Durch die Maut-Erhöhung zum Jahreswechsel kommen auf die deutschen Speditionen nach Angaben ihres Verbandes Belastungen von rund zwei Milliarden Euro zu.

Außerdem würden viele Existenzen im Lastwagengewerbe gefährdet, kritisierte der Präsident des Deutschen Speditions- und Logistikverbandes (DSLV), Michael Kubenz, in Mannheim.

«Ein solcher Kostenschub ist ungerechtfertigt und belastet den Standort Deutschland erheblich», sagte er. Viele Transportfirmen müssten wegen der Zusammensetzung ihrer Fahrzeugflotte künftig rund 19 Cent pro Kilometer zahlen, sagte Kubenz. Die Ankündigung der Bundesregierung für eine Anhebung des durchschnittlichen Mautsatzes auf 16,3 Cent sei nicht realistisch, sagte er. Derzeit beträgt die Maut durchschnittlich 13,5 Cent. Auch mit Blick auf die aktuelle Finanzkrise sieht Kubenz deutlich weniger Probleme, wenn die Erhöhung der Autobahngebühr um ein Jahr verschoben werde.

Nach Ansicht von Kubenz setzt der Bund die höheren Maut-Einnahmen nicht für zusätzliche Investitionen ein sondern missbraucht es zur Sanierung des Haushalts. Dem widersprach das Bundesverkehrsministerium. Durch die Erhöhung der Mautgebühren fließe im kommenden Jahr eine Milliarde Euro mehr in die Verkehrsinvestitionen, teilte Sprecher Ingo Strater mit. «Außerdem geben wir im Zuge der sogenannten Mautharmonisierung 600 Millionen Euro aus den Gebühreneinnahmen direkt an das deutsche Lkw-Gewerbe zurück.» Dies stärke die Wettbewerbsfähigkeit der Spediteure.

Kubenz warnte trotzdem: «Die Mehrbelastungen fallen letztlich auf die Gesamtwirtschaft und den Verbraucher zurück.» Bittere Folge seien Pleiten in der Transport- und Logistikbranche und Arbeitsplatzverluste. Mit rund 4000 Mitgliedern repräsentiert der DSLV nach eigenen Angaben etwa 90 Prozent des bei rund 55 Milliarden Euro liegenden Branchenumsatzes.

dpa-infocom