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Blutabnahme vielleicht bald ohne Piekser möglich

Hamburg - Mediziner in Herdecke haben ein Gerät entwickelt, das über Lichtstrahlen Werte im Blut messen kann.

Sollte der Durchbruch im Bereich Blutzuckerbestimmung irgendwann gelingen, könnten beispielweise allein in Deutschland Millionen Diabetiker auf die täglichen Nadelstiche verzichten.

Mit dem neuen Analysegerät können prinzipiell alle Materialien, ob Gewebe, Wasser, Metall oder Stein, untersucht werden. «Da ist eine ungeheuere Potenz drin», sagt Onkologe Michael Schietzel. «Wir haben schon einen ganzen Menschen durchleuchtet. Man kann auch Autolacke bestimmen und exakt die gleiche Farbe für Reparaturen mischen oder der Metzger kann den Wassergehalt im Fleisch bestimmen.» Interessant seien die Geräte so für Warentester, die Industrie, Forschungsabteilungen, Mediziner oder auch Hobbyanwender.

Und so soll der Prototyp bei der Zuckerbestimmung funktionieren: Licht fließt in einem Taschenlampen-artigen Gerät durch Glasfasern, strömt durch die Haut und wird von Glucosemolekülen reflektiert. Rückleitende Glasfasern nehmen das reflektierte Licht auf und leiten es über Kristalle in einen Rechner. Der bestimmt die Menge. «Die Software ist unsere eigentliche Forschungsleistung», betonte Schietzel.

«Die Bestimmung ist beim Zucker schwer, weil die Wellen flacher sind als bei den meisten anderen Stoffen.» Der Patient hält einfach seinen Finger in eine Öffnung mit einer Leuchtdiode. Der Rechner ermittelt die Werte, macht sie auf dem Display sichtbar und kann sie auch gleich digital an ein Warngerät weiter geben.

dpa-infocom