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Viele Skiregionen locken Ältere mit Rabatten

München Rosi Mittermaier hat den Lieblingsspruch ihres Vaters noch im Ohr: «Auf geht's, die Sonne scheint, gehen wir zum Skifahren», blies der Almwirt von der Winklmoosalm seine Familie zum Aufbruch.

Erst vor zehn Jahren hat Heinrich Mittermaier, heute 96, die geliebten Bretter an den Nagel gehängt. Er war fast so etwas wie ein Trendsetter: Nie tummelten sich auf den Skipisten dieser Welt so viele Senioren wie heute. Und sie zahlen zum Teil nur wenig Geld dafür.

Das Phänomen der fitten Senioren an sich ist nicht neu. Dass sie aber ausgerechnet in einer technisch so anspruchsvollen Sportart wie Skifahren derart zahlreich vertreten sind, mag manchen überraschen. Dabei gibt es für routinierte Skifahrer keinen Grund, dieses Hobby ab einem bestimmten Alter aufzugeben - vorausgesetzt, sie sind gesund. «Menschen, die ihr Leben lang Ski gefahren sind, können dies auch bis 90 tun», sagt Ernst-Otto Münch, Verbandsarzt des Deutschen Skiverbands. Hohes Alter bedeute keineswegs ein hohes Verletzungsrisiko. «Gerade die älteren Skifahrer sind besonnener und stellen Genuss weit vor Leistung.»

Das liegt nicht zuletzt an der modernen Ausrüstung: «Die modernen Carvingski haben das Skifahren einfacher, kraftsparender und facettenreicher gemacht», sagt Manfred Gschaider vom Skihersteller Atomic. «Zudem setzen die drehfreudigen Carver ein geringeres Fahrkönnen voraus.»   

Immer mehr Menschen entschließen sich darüber hinaus, nach einer längeren Pause wieder mit dem Skifahren anzufangen. Der Deutsche Skilehrerverband (DSLV) in Wolfratshausen verzeichnet nicht nur einen deutlichen Anstieg der Skischüler jenseits der 50-Jahre-Grenze von 8 auf 14 Prozent in den vergangenen vier Jahren. Auch die sogenannten Wiedereinsteiger-Kurse, die in vielen Skigebieten angeboten werden, haben regen Zulauf. Prominentester Teilnehmer war Schauspieler Fritz Wepper, der sich nach einer Hüftgelenksoperation über einen Kurs am bayerischen Sudelfeld wieder auf der Piste zurückgemeldet hat.

Die Skibegeisterung der Senioren trifft in vielen Gebieten auf Entgegenkommen. In der Regel lohnt es sich für Wintersportler ab 60 Jahren, an der Liftkasse nach einer Seniorenermäßigung zu fragen. Der Rabatt beträgt meist zwischen 10 und 20 Prozent. Zum Altersnachweis muss der Ausweis vorgezeigt werden. Richtig interessant wird es für die «Super-Senioren» über 80. Vor allem Österreichs Skigebiete belohnen ihr sportliches Engagement mit einem Gratisskipass, etwa im Alpbachtal, im Stubaital oder auf der Steinplatte in Tirol.

Am Arlberg gibt es die «Senior Aktiv-Card» für Menschen ab 75 Jahren für symbolische 10 Euro - gültig für die ganze Saison. In Kitzbühel bekommen Skifahrer ab 80 Jahre für 15 Euro den Saisonskipass ausgehändigt. Der Skiverbund Ski Amadé lockt Gäste ab 60 mit dem «Sixty Plus»-Paket: Sie zahlen bei den teilnehmenden Hotels und Pensionen nur die Übernachtung und bekommt den Sechs-Tage-Skipass gratis mit dazu.

Auch die französischen Skigebiete bieten Rabatte für Ältere: In Trois Vallées beispielsweise fahren Skifahrer ab 75 Jahren gratis. In der Skiregion «Quattre Vallées» in der Schweiz rund um Verbier haben Skifahrer ab 77 freie Fahrt. Von Brigitte Baumann, dpa

dpa-infocom