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Seegebiet mit Reisewarnung: Urlauber dürfen stornieren

Hamburg Kreuzfahrtgäste dürfen kostenlos stornieren, wenn ihre gebuchte Tour durch ein Seegebiet mit Reisewarnung führt. Darauf weist der Reiserechtler Holger Hopperdietzel aus Wiesbaden hin.

Hat das Auswärtige Amt in Berlin eine solche Warnung ausgesprochen, liegt ein Fall von höherer Gewalt vor, über den der Veranstalter seine Passagiere auch informieren muss. Aktuell stellt sich die Frage nach dem Stornieren von Seereisen bei Fahrten durch den Golf von Aden, für den schon seit einiger Zeit eine Reisewarnung gilt. Darin heißt es unter anderem, in dem Gewässer zwischen Somalia und dem Jemen bestehe ein «sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Entführungen». Als erste deutsche Reederei hat Hapag-Lloyd Kreuzfahrten aus Hamburg nun entschieden, bei einer Passage durch den Golf keine Passagiere an Bord zu behalten. Die Gäste der «MS Columbus» sollen an diesem Mittwoch (10.12.) das Schiff verlassen und zu einem Hotelaufenthalt vorübergehend nach Dubai geflogen werden. Am Samstag sollen sie die Kreuzfahrt dann in Salalah im Oman fortsetzen.

Nach Angaben der Reederei waren auch die «Columbus»-Gäste vor dem Beginn der Reise schriftlich über die Reisewarnung informiert worden. Von 272 Passagieren hätten daraufhin 26 die Möglichkeit genutzt, die Fahrt kostenlos zu stornieren. Auch der Anbieter Transocean Tours in Bremen, dessen Schiff «Astor» vor kurzem durch den Golf von Aden gefahren ist, hatte seine Gäste «selbstverständlich informiert», so Sprecher John Will. «Die Reise stornieren wollte allerdings keiner.»

Noch keine Post vom Veranstalter bekommen haben Gäste von Phoenix Reisen, die im ersten Vierteljahr 2009 Touren an Bord der «Albatros» und der «Amadea» gebucht haben, bei denen es auch durch den Golf von Aden geht. «Wenn die Situation bleibt wie im Moment, werden wir aber rechtzeitig informieren», sagte Geschäftsführer Benjamin Krumpen in Bonn. Es sei denkbar, dass diesen Passagieren ebenfalls ein Umgehen der Region per Flugzeug angeboten wird, falls sich die Lage bis dahin nicht geändert hat.

Das nächste Schiff von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten, auf dessen Fahrplan der Golf von Aden steht, ist die «MS Europa». Sie soll Ende April auf dem Weg von Dubai nach Zypern das Gewässer durchfahren. Das Unternehmen hatte am Freitag angekündigt, «keine Passagiere durch den Golf von Aden befördern, solange die Lage unverändert ist». Die Gäste von Bord gehen und eine Zeit an Land verbringen zu lassen, ist somit - zumindest momentan - auch in diesem Fall eine Option.

Reisewarnung des Auswärtigen Amtes: www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Somalia/Sicherheitshinweis.html

Übersicht zu den Aktivitäten von Piraten: www.icc-ccs.org

dpa-infocom