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Film

«Der Vorleser» unter Favoriten für Golden Globes

New York/Los Angeles Lorbeeren für Deutschland: Die Verfilmung von Bernhard Schlinks Bestsellerroman «Der Vorleser» hat vier Nominierungen für die Golden Globes 2009 eingeheimst.

Uli Edels «Der Baader Meinhof Komplex» ist in der Kategorie bester ausländischer Film Anwärter auf die begehrten Trophäe. Die Goldene Weltkugel ist nach dem Oscar die begehrteste Auszeichnung der amerikanischen Filmindustrie. Ihr Verleiher, Hollywoods Verband der Auslandspresse (HFPA), gab seine Nominierungen am Donnerstag in Los Angeles bekannt.

Mit jeweils fünf Nennungen gehen die Leinwanddramen «Der seltsame Fall des Benjamin Button», «Frost/Nixon» und «Glaubensfrage» («Doubt») als aussichtsreichste Kandidaten in die Verleihzeremonie am 11. Januar.

«Der Vorleser» muss sich in der Kategorie bester Film gegen zwei dieser Frontläufer behaupten, «Benjamin Button» mit Brad Pitt in der Rolle eines Mannes, der mit der Zeit jünger wird statt zu altern, und Ron Howards «Frost/Nixon» über das legendäre Nixon-Interview des britischen Journalisten David Frost. Chancen auf den wichtigsten Globe haben außerdem das Ehedrama «Zeiten des Aufruhrs» mit den «Titanic»-Stars Leonardo DiCaprio und Kate Winslet unter der Regie von Winslets Mann Sam Mendes sowie Danny Boyles «Slumdog Millionär» über einen jungen Aufsteiger in Bombay.

«Der Vorleser» gewann weitere Nominierungen für seinen Regisseur Stephen Daldry und Kate Winslet als ebenso leidenschaftliche wie geheimnisvolle Liebe des deutschen Nachwuchsstars David Kross, im Film der Schüler Michael Berg. Außerdem hat er mit dem Drehbuch von David Hare eine Chance, bei der Verleihzeremonie in einem Monat abzusahnen.

Kate Winslet konkurriert in der Kategorie der besten Hauptdarstellerin in einem Drama gegen Anne Hathaway («Rachel Getting Married»), Angelina Jolie («Der fremde Sohn»), Meryl Streep («Glaubensfrage») und Kristin Scott Thomas («I Loved You So Long»). Bei den Männern sind neben Pitt («Benjamin Button») und DiCaprio («Zeiten des Aufruhrs») auch Frank Langella (Frost/Nixon), Sean Penn (Milk) und Mickey Rourke («The Wrestler») im Rennen.

Der Blockbuster des Jahres, «The Dark Knight», brachte Heath Ledger posthum die erwartete Nominierung für seine unvergessliche Darstellung als kaltblütiger Joker ein. Ansonsten ließ die Hollywood-Presse den Batman-Film, der die US-Kinokassen reicher füllte als alle Konkurrenz, überraschend leer ausgehen. Enttäuschung auch für «Milk»: Gus Van Sants Film über den ersten schwulen US-Politiker Harvey Milk, der seine Offenheit mit dem Tode bezahlte, wurde nur für Sean Penn als Hauptdarsteller mit einer Nennung anerkannt.

Uli Edels Film über die Bluttaten der Roten Armee Fraktion («Der Baader Meinhof Komplex») muss sich an Beiträgen aus Schweden und Dänemark («Everlasting Moments»), aus Italien («Gomorrha»), aus Frankreich («I've Loved You So Long» oder «Il y a longtemps que je t'aime») und Israel («Waltz With Bashir») messen lassen. «Die Nominierung freut uns riesig, umso mehr als die internationale Konkurrenz dieses Jahr enorm war», sagte Produzent und Drehbuchautor Bernd Eichinger. Die Nominierung sei «eine großartige Bestätigung unserer Arbeit».

Insgesamt vergab der Verband der Auslandskritiker Nominierungen in 14 Film- und 11 Fernsehkategorien. Aussicht auf zwei goldene Weltkugeln hat unter anderem die TV-Serie «Californication» mit David Duchovny als sexbesessener Schriftsteller. Fünfmal nominiert wurde die spannende HBO-Serie «In Treatment» über die Patienten eines Psychotherapeuten, darunter die Darsteller Gabriel Byrne, Dianne Wiest und Blair Underwood. Chancen auf eine der begehrten Auszeichnungen in den TV-Kategorien haben «Dexter» mit Hauptdarsteller Michael C. Hall, die schwarze Komödie über den Serienmörder, der bei der Polizei als Forensiker arbeitet.

Ein Globe-Gewinner steht schon fest: Hollywoodstar Steven Spielberg war eine Ehrentrophäe für sein Lebenswerk bereits vor einem Jahr zugesprochen worden. Nach seiner kurzfristigen Absage bei der letzten Gala wird der Regisseur die Auszeichnung nun im Januar 2009 in Empfang nehmen. Spielberg hat im Lauf seiner Filmkarriere bereits sechs Golden-Globe-Trophäen gewonnen, unter anderem für «E.T.», «Schindlers Liste» und «Der Soldat James Ryan».

dpa-infocom