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Schifffahrt

Piraterie-Konferenz fordert mehr Hilfe für Somalia

Nairobi(dpa) - Diplomaten und Politiker aus mehr als 40 Staaten haben sich am Donnerstag in Nairobi zur Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Piraterie vor der somalischen Küste verpflichtet.

Neben der Bekämpfung der Seeräuberei auf See gelte es auch, die «Wurzeln des Problems an Land anzugehen», hieß es in der am Abend in der kenianischen Hauptstadt verabschiedeten Abschlusserklärung der von den UN einberufenen Beratungen. Notwendig sei Frieden im von Bürgerkrieg und Gewalt zerrissenen Somalia sowie eine funktionierende Regierung in dem Krisenstaat.

«Die somalische Führung und die internationale Gemeinschaft haben Somalia vernachlässigt», hatte der UN-Sonderbotschafter für Somalia, Ahmedou Ould-Abdallah, bereits zu Beginn der Konferenz betont. «Die Seeräuberei ist eine der schwerwiegendsten Folgen dieser Vernachlässigung.» Allein in den vergangenen zwei Monaten habe es 32 Piratenangriffe gegeben, von denen zwölf erfolgreich waren, sagte Ould-Abdallah.

Auch der kenianische Präsident Mwai Kibaki forderte in einer von Außenminister Moses Wetangula verlesenen Erklärung mehr Engagement für den Krisenstaat Somalia, der seit 1991 keine funktionierende Regierung hat. «Wenn die großen Mächte nur zehn Prozent ihrer Verantwortung für Somalia zeigten, verglichen mit den hundert Prozent für den Irak, Afghanistan und das ehemalige Jugoslawien, würden wir heute nicht an diesem Punkt stehen», mahnte er.

Ungeachtet der Präsenz zahlreicher Kriegsschiffe im Golf von Aden kaperten somalische Piraten am Mittwoch zwei jemenitische Schiffe mit 22 Fischern an Bord. Wie das Innenministerium in Sanaa auf seiner Webseite mitteilte, attackierten die Piraten die Fischer nahe der Hafenstadt Aden. Sieben Fischern sei mit einem kleinen Boot die Flucht gelungen; sie alarmierten auch die jemenitische Küstenwache. Den Angaben zufolge werden die 22 Fischer auf den gekaperten Schiffen als Geiseln festgehalten.

Die Deutsche Marine wird voraussichtlich Ende nächster Woche in ihren ersten internationalen Einsatz gegen Piraten gehen. Das Bundeskabinett hat die Beteiligung an der EU-Mission gebilligt. Jetzt muss noch der Bundestag zustimmen.

Tourismus-Politiker der CDU haben deutsche Kreuzfahrtveranstalter vor Fahrten in den Golf von Aden gewarnt. Die Gefahr durch Piratenüberfälle steige weiter, erklärte der Vorsitzende der Unions- Arbeitsgruppe Tourismus, Klaus Brähmig (CDU), am Donnerstag in Berlin. Die Reisewarnung der Bundesregierung müsse daher «absolut ernst» genommen werden. «Die Sicherheit von Passagieren darf nicht aus wirtschaftlichen Gründen aufs Spiel gesetzt werden.» Angesichts dringenderer Aufgaben der deutschen Marine sei der von der Tourismuswirtschaft gewünschte militärische Begleitschutz unrealistisch.

dpa-infocom



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