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Geständnis ließ Prozess platzen

Bad Neuenahr-Ahrweiler Wegen eines umfassenden, aber wohl zu einseitigen Geständnisses eines der Angeklagten ist gestern vor dem Ahrweiler Schöffengericht ein Untreue-Prozess kurz nach Beginn geplatzt und muss im kommenden Jahr komplett neu aufgerollt werden.

Angeklagt war ein Grafschafter Ehepaar, dem Untreue in 110 Fällen vorgeworfen wurde. Die beiden sollen die pflegebedürftige Mutter des angeklagten Mannes um rund 25 000 Euro erleichtert haben. Zudem sollen die beiden angefallene Pflegeheimkosten in Höhe von 37 000 Euro nicht bezahlt haben.

Aufgeflogen war der ganze Schwindel erst Mitte 2007. Seinerzeit hatte sich ein Senioren-Pflegeheim mit einem Hilferuf an Amtsgericht Ahrweiler gewandt und erklärte, dass vereinbarte Zahlungen für die Betreuung einer alten Dame nicht geleistet und enorme Zahlungsrückstände aufgelaufen seien. Bedingt dadurch stünde die betreute Frau dadurch vor der Ausweisung aus dem Pflegeheim. Der zuständige Richter in Ahrweiler reagierte damals prompt und bestellte einen Bad Neuenahrer Rechtsanwalt mit der Betreuung der Pflegebedürftigen. Nur wenig später ermittelte bereits die Polizei und kam zu dem Ergebnis, dass die Rente der Frau und die Gelder aus der Pflegekasse über einen langen Zeitraum wohl veruntreut worden waren.

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Do, 11. Dez. 2008, 16:35 © Rhein-Zeitung & Rhein-Zeitung
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