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Trotz Finanzkrise: Die Bankbranche braucht Nachwuchs

Frankfurt/Main/Berlin In der Bankbranche gibt es zur Zeit viele schlechte Nachrichten: Übernahmen, Entlassungswellen, die weltweite Finanzkrise. Dennoch bietet sie bundesweit rund 700 000 Menschen einen Job.

Und auch in Zukunft brauchen Banken Fachleute, die den Privat- oder Geschäftskunden passende Finanzkonzepte anbieten. «Es steht gut um die Berufsaussichten trotz der Finanzkrise», sagt Ingolf Jungmann, Vizepräsident der Frankfurt School of Finance & Management aus Frankfurt. «Die Krise lehrt uns, dass wir qualifizierte Leute brauchen.» Zwar bedeuteten Entwicklungen wie Übernahmen auch sinkende Mitarbeiterzahlen. Dieser Abbau vollziehe sich aber zumeist in den IT-Abteilungen oder der Buchhaltung.

«Insbesondere im Privatkundenbereich sehen wir aufgrund der zunehmenden Bedeutung positive Berufsaussichten für gut qualifizierte Mitarbeiter», bestätigt Ulf Grimmke vom Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes in Berlin. Dies spiegele sich auch bei der steigenden Zahl der Neueinstellungen von Nachwuchskräften wider. Jungmann rechnet damit, dass mittelfristig die Zahl der Arbeitsplätze im Bankgewerbe leicht sinken wird. Das werde aber wegen der zunehmenden Automatisierung eher den IT-Sektor treffen. Die Zahl der Angestellten im Vertrieb werde möglicherweise sogar noch steigen.

Die Ausbildung zum Bankkaufmann oder zur Bankkauffrau dauert in der Regel drei Jahre. Bankkaufleute arbeiten nach Angaben des Bundesinstituts für Berufsbildung in Bonn in allen Geschäftsbereichen. Sie beraten und betreuen Kunden, verkaufen Bankleistungen und beschäftigen sich mit Kontoführung, Zahlungsverkehr, Geld- und Vermögensanlagen sowie dem Kreditgeschäft, Controlling, der Revision oder dem Marketing.

Auch Fachleute für Risikomanagement , Abteilungsleiter und andere Führungskräfte sind gefragt. Diese haben meist ein Studium wie Betriebswirtschaftslehre oder Jura absolviert. Der Anteil der Hochschulabsolventen liegt in der Branche nach Angaben der Basler Prognos AG bei 16 Prozent, während drei Viertel der Beschäftigten eine berufliche Ausbildung haben. «Wir gehen davon aus, dass sich der Anteil der Beschäftigten mit Hochschulabschluss in den kommenden 20 Jahren auf 22 Prozent erhöht», sagt Kai Gramke vom Prognos-Institut.

Für die Ausbildung zum Bankkaufmann brauchen Bewerber einen Realschulabschluss oder Abitur. Wer später nicht nur Sparbücher an den Mann bringen will, kann sich spezialisieren, also zum Beispiel in zwei Jahren zum Bankfachwirt weiterbilden lassen. «Das machen die Leute bei voller Berufstätigkeit», sagt Jungmann.

Möglich seien aber auch enger gefasste Spezialisierungen wie in der Immobilien- oder Kreditberatung. Grimmkes Erfahrungen nach sind Englischkenntnisse in der Branche ein Muss. Daneben sollten Bewerber für einen Ausbildungsplatz zum Bankkaufmann Lernbereitschaft und Teamfähigkeit mitbringen sowie Interesse an wirtschaftlichen Fragen, Zahlenverständnis und analytisches Denken.

Informationen: Frankfurt School of Finance & Management, Sonnemannstraße 9-11, 60314 Frankfurt (E-Mail: info@frankfurt-school.de), Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes, Burgstraße 28, 10178 Berlin (E-Mail: service@agvbanken.de).

Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes: www.agvbanken.de Viele Banken bieten auch international Aussichten Voraussetzung für spätere Leitungspositionen in einer Bank, eine Tätigkeit in der Vertriebssteuerung oder als Wertpapieranalyst ist in der Regel ein abgeschlossenes Studium. «Hochschulabsolventen mit einem Abschluss in Rechts- oder Wirtschaftswissenschaften besitzen beste Voraussetzungen», sagt Kai Gramke vom Prognos-Institut aus Basel. Die Chancen für Angestellte, für ihre Bank auch im Ausland zu arbeiten, sind sehr unterschiedlich. «Es gibt Institute, die international expandieren und entsprechend gute Aussichten bieten», sagt Ulf Grimmke vom Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes in Berlin. «Einige Häuser bieten auch für Auszubildende Auslandsaufenthalte während der Berufsausbildung an.» Von Angelika Röpcke, dpa

dpa-infocom


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