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Langfristig planen: Ein Uniwechsel ist anstrengend

Bochum/Bonn Ein paar Semester in München, ein Zwischenstopp in Paris und der Abschluss in Berlin: Die EU-Bildungsminister setzten 1999 eine Reform des Hochschulwesens in Gang, die die Leistungen der Studierenden europaweit vergleichbar machen sollte.

Durch die Einführung der Bachelor- und Master-Studiengänge sollen laut dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Berlin für Studenten die Weichen für mehr Mobilität gestellt werden. Wissen kenne schließlich keine Landesgrenzen. Probleme treten allerdings schon beim Wechsel innerhalb Deutschlands auf.

«Bislang ist die Abschottung der einzelnen Universitäten gegeneinander leider nicht aufgehoben», sagt Manfred Bähr vom Verein zur Förderung studentischer Belange (VSB) in Bonn. Der Wechsel sei nicht einfacher geworden. Die Ursache dafür sei, dass die Universitäten in der Lehre unterschiedliche Schwerpunkte setzen. «Da liegt der Hund begraben», sagt auch Jan Thiemann vom Studentenmagazin «Unicum». Die Unis wollten durch ihr Angebot ihr Profil schärfen. Gerade wegen der besonderen Ausrichtung eines Faches seien die Studienleistungen nur schwer zu vergleichen.

«Wenn man Pech hat, werden Scheine nicht anerkannt und müssen an der neuen Uni nachgeholt werden», sagt Bähr. «Der Student verliert Zeit.» Generell gibt es zwei Wege für den Wechsel: Studierende können sich entweder direkt bei der Wunsch-Hochschule bewerben oder ihren Studienplatz mit einem anderen Studenten tauschen. Maßgeblich sind im ersten Fall die Kapazitäten der Hochschule, erläutert Ansgar Schulz-Kleyenstüber von der FH Düsseldorf.

Zudem seien die Fächer in der Regel NC-beschränkt, sagt Thiemann. Wenn die bisherigen Scheine sich nur bedingt mit den Anforderungen der Uni decken, kann diese eine Ablehnung damit begründen, erklärt Bähr. «Voraussetzung für einen Studienplatztausch ist, dass beide das gleiche Fach im gleichen Semester mit gleichem Leistungsstand studieren», erklärt Bähr.

Das Angebot entsprechender Tauschbörsen im Internet ist so groß wie die Nachfrage. «Bei einem Fünftel der Fälle gelingt der Tausch», sagt Bähr. Mindestens drei bis vier Monate vor Semesterbeginn sollten Interessierte sich auf die Suche nach einem Tauschplatz begeben.

Thiemann empfiehlt zweigleisig zu fahren: Studierende sollten sich parallel sowohl um einen Tauschplatz bemühen, als auch bei der Uni vorstellig werden. Da die Modalitäten sich von Uni zu Uni erheblich unterschieden, rät er, sich genau zu informieren. «Auskunft geben das Studierendensekretariat und die Prüfungsämter. Zudem können die Studenten von den Erfahrungswerten der Asta und der Fachschaften profitieren.» Bewerbungsfristen seien von der Uni abhängig. Am wichtigsten sei die Frage, welche Leistungen anerkannt werden.

Bereits vor Beginn des Studiums sollten sich Studierende überlegen, ob sie einen Master machen wollen und ob dieser an ihrer Uni angeboten wird. Auch die inhaltliche Schwerpunktsetzung des Faches an der Uni sollte bei der Wahl eine Rolle spielen.

Zäsuren während der Studienzeit , wie nach der Zwischenprüfung, dem Bachelorabschluss oder der Grundlagenvermittlung, eigneten sich besonders für einen Wechsel, sagt Bähr. Die Rechnung, dass das Studium woanders einfacher sei, gehe aber selten auf, warnt er: «Das ist ein Gerücht, dass sich nicht ausmerzen lässt, aber das Studium ist nirgendwo leichter.» Es sei lediglich anders strukturiert. Von Jasmin Henning, dpa

dpa-infocom


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