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Aus alt mach neu: Reanimierte Videospielklassiker

Montreal/Berlin Vor drei Jahren kündigten die großen Unternehmen der Videospielbranche das HD-Zeitalter an.

Neuartige Spielkonzepte, berauschende Grafik und kristallklarer Sound sollten aus Videospielen quasi eine realistische Erfahrung machen.

Doch dann das: Die technischen Fähigkeiten der Konsolen werden genutzt, um uralte Klassiker wieder zum Leben zu erwecken. Auf Xbox, Playstation und Wii werden nicht nur grafische Feuerwerke gezündet, sondern auch Spiele aus längst vergangen Tagen gespielt.

So soll auch der Anfang Dezember von Ubisoft herausgegebene neue Teil der Reihe «Prince of Persia» zurück zu den Wurzeln der Abenteuerserie führen. Fast 20 Jahre ist es her, als sich der Prinz das erste Mal durch modrige Verliese hangelte, um seine geliebte Prinzessin zu retten. «Am grundlegenden Spielprinzip hat sich bis heute nichts geändert. Noch immer müssen Frauen gerettet werden und mit akrobatischen Tricks Level absolviert werden», erklärt der bei Ubisoft in Montreal als Animationskünstler arbeitende Jan-Erik Sjovall.

Wer vergleichen möchte , ob die Unterschiede zum Original «Prince of Persia» tatsächlich nur marginal sind, muss nicht den alten Computer abstauben und Disketten auskramen. Ein Blick in Microsofts Xbox-Shop im Internet genügt: «Auf Xbox live findet sich eine grafisch aufgebesserte Version des Originalspiels von 1989, die tatsächlich so viel Spaß macht, wie früher, als man noch vor dem PC saß», sagt der Videospiel-Journalist Christoph Adrian aus Berlin.

Das in der Xbox 360 eingebundene Online-Shopsystem sei eine gute Quelle für Klassiker. Als Beispiel für eine «perfekte Umsetzung» nennt Adrian «Bionic Commando», das erstmals im Jahr 1988 erschien. Mit 130 000 verkauften Exemplaren ist es ein großer Erfolg für den Publisher Capcom. Die vielen Verkäufe lassen sich nicht allein durch einen Nostalgiebonus erklären. «Bionic Commando ist auch nach 20 Jahren ein verdammt gutes Spiel», sagt Adrian.

Alte Spiele in neuem Gewand gibt es besonders häufig für die Nintendo DS. Spielerische Meisterwerke wie der Automatenklassiker «Metal Slug» oder die «Final Fantasy»-Reihe finden ihren Weg aus den Archiven auf die kleine Taschenkonsole. Dabei profitieren Titel wie «Final Fantasy IV» oder «Sim City» durchaus von den besonderen Eingabemöglichkeiten der Nintendo DS - von Stift und Touchscreen.

Sarah Giblin spielt keine modernen Videospiele. Stattdessen hat sie sich den Automatenklassikern verschrieben: «Natürlich habe ich keinen Platz, Hunderte Automaten in meine Wohnung zu stellen», erklärt die 23-Jährige Sängerin mit dem ungewöhnlichen Hobby. Eine Alternative sei es, die einzelnen Platinen, die Herzstücke der Automaten, zu sammeln und bei Bedarf in einen Spieleautomat zu stecken. «Die letzte Möglichkeit, alte Automatenklassiker zu spielen, ist aber MAME.» Das ist eine kostenlose Software, die es erlaubt, Automatenspiele auch auf PC, MAC oder Handy zu spielen.

Das MAME-System hat einen großen Nachteil: «Es ist illegal, damit aus dem Internet heruntergeladene Arcadesspiele abzuspielen - es sei denn, man besitzt die Originalplatine», sagt Sarah Giblin. Außerdem sei die Konfiguration der Spiele auf dem PC nicht leicht, selbst für eine Spezialistin wie Giblin. «Wer unverfälschte Klassiker spielen möchte, sollte einen Blick auf Spielesammlungen werfen.» Für das iPhone sind beispielsweise Originalversionen von Tetris oder Pacman erschienen.

Doch nicht jedes Videospiel aus alten Tagen ist gut: «Manchmal können Portierungen auch ziemlich daneben gehen», sagt Christoph Adrian. Vor allem Spielesammlungen würden oft überschätzt. «Meistens versuchen die Firmen, ihre alten Spiele unverändert als Retrogames zu verkaufen.» Diese lieblosen Umsetzungen seien zwar eine hübsche Zeitreise zu den Anfängen der Videospiele - Spaß machen sie jedoch nur bedingt. «Ein bisschen verwöhnt ist man dann doch, nach über 30 Jahren Videospielgeschichte.» Von Thilo Mischke, dpa

dpa-infocom


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