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Online-Einkauf mit Folgen: Hacker-Angriffe vorm Fest

Bonn/Bochum Immer mehr Deutsche erledigen ihre Weihnachtseinkäufe im Internet.

Das ruft auch Kriminelle auf den Plan: Sicherheitsexperten stellen bereits eine Zunahme von Spähangriffen auf Konto- und Kreditkartendaten von Verbrauchern fest.

In der Vorweihnachtszeit haben Online-Betrüger Hochkonjunktur, lautet die Erfahrung von G Data, einem Anbieter von Antiviren-Software in Bochum. «Auch in diesem Jahr verzeichnen wir zur Vorweihnachtszeit einen Anstieg krimineller Aktivitäten», sagt Ralf Benzmüller, Leiter des G Data Security Lab. Abgesehen hätten es die Angreifer vor allem auf Kreditkarteninformationen, Bank- und Zugangsdaten zu Online-Shops und Bezahlsysteme. Die Zahl der Schädlinge, die Daten ausspähen, sei «deutlich gestiegen».

Ebenfalls zugenommen hätten vermeintliche Weihnachtsgrüße per E-Mail, die jetzt zum Teil massenhaft in den Postfächern der Internetnutzer landen: Cyber-Kriminelle verschicken vor den Feiertagen weihnachtlich getarnte Spam- und Phishing-Mails, so Candid Wüest, Sicherheitsexperte beim Software-Anbieter Symantec in Ratingen.

Doch hinter den angegebenen Links verbirgt sich laut Ralf Benzmüller oft eine Falle: So reiche bereits der Besuch einer präparierten Webseite aus, um den Rechner mit Schadsoftware zu infizieren. Dieses Verfahren wird auch als sogenannter Drive-by-Download bezeichnet. Bestellt der Nutzer dann beim nächsten Online-Kauf per Kreditkarte, übermittelt der verseuchte PC unbemerkt die Zugangsdaten zum Shop oder die Kreditkartendaten.

Es sei naheliegend, dass der Online-Einkaufsboom auch Kriminelle anzieht, sagt Matthias Gärtner, Pressesprecher des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn. Was im Kaufhausgetümmel der Taschendieb war, seien beim Online-Shopping nun die Datenspäher. Diese Tatsache muss Einkaufswillige jedoch nicht vom Online-Shoppen abschrecken. Vorkehrungen zum eigenen Schutz sollten sie aber treffen.

Dazu gehört laut Matthias Gärtner , nur in sicheren Online-Shops einzukaufen. Ein wichtiges Sicherheitskriterium ist, dass die Eingabe von Konto- oder Kreditkartendaten nur im verschlüsselten SSL-Modus möglich ist - zu erkennen am Anfang der Adresszeile mit «https» und einem Schlosssymbol im Browser-Fenster.

G Data empfiehlt, sich gerade vor dem Einkauf bei Billig-Anbietern über deren Ruf zu informieren. So habe es in der Vergangenheit bereits Lockangebote gegeben, die nur dazu dienten, die Kreditkarteninformationen zu stehlen. Zeichen für die Seriosität sind nach Angaben des Branchenverbands BITKOM ein Impressum mit voller Anschrift und Nennung des Geschäftsführers sowie verständliche Geschäftsbedingungen (AGB). Und schließlich sollte es selbstverständlich sein, die Sicherheitssoftware sowie das Betriebssystem des Rechners immer auf dem neuesten Stand zu halten. Vorgänge beim Online-Kauf dokumentieren Um auf Nummer sicher zu gehen, drucken sich Online-Shopper die einzelnen Bestellschritte beim Internet-Einkauf inklusive der Geschäftsbedingungen (AGB) aus. E-Mails, in denen der Händler die Order bestätigt, sollten sie dem Branchenverband BITKOM in Berlin zufolge ebenfalls als Nachweis aufbewahren. Laut dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn achten Online-Shopper außerdem besser auf verdächtige Kontenbewegungen. Stellen sie unautorisierte Abbuchungen fest, sollten sie sich sofort mit ihrer Bank in Verbindung setzen und gegebenenfalls ihre Kreditkarte sperren lassen. Von Felix Rehwald, dpa

dpa-infocom


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