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Schlangenbiss im Urlaub: Nicht selbst behandeln

Göttingen (dpa/tmn) - Wer im Urlaub von einer Schlange gebissen wird, sollte sich nicht mit fragwürdigen Selbsthilfe-Versuchen aufhalten, sondern umgehend den nächsten Arzt aufsuchen.

«Halten Sie die betroffene Extremität möglichst ruhig», rät Martin Ebbecke vom Giftinformationszentrum-Nord (GIZ-Nord) in Göttingen. Die Bisswunde sollte weder ausgeschnitten, abgebunden noch ausgesaugt werden.

Solche Versuche machen die Sache womöglich noch schlimmer: Beim Ausschneiden drohen laut Ebbecke Infektionen. Werden Körperteile abgebunden, bestehe infolge mangelnder Durchblutung die Gefahr von Nervenschädigungen, Lähmungen und schlimmstenfalls Amputationen. Aussaugen ist dem Giftexperten zufolge zwecklos, weil sich das Gift durch Saugen an der Bissstelle nicht herausbefördern lässt.

Vorsichtigen Schätzungen zufolge vergiften sich jährlich mehr als 400 000 Menschen durch Schlangenbisse, 20 000 von ihnen sterben daran. Dabei dürfte die tatsächliche Zahl um das Vier- bis Fünffache höher sein, berichten Wissenschaftler im Fachjournal «PLoS Medicine» (online veröffentlicht). Viele der Unfälle geschehen in Süd- und Südostasien und in Afrika südlich der Sahara.

Für Urlauber in betroffenen Regionen hat Giftexperte Ebbecke vom GIZ-Nord einfache Verhaltenstipps: «Sie können schon mit ihrer Kleidung vorbeugen und sich der Umgebung anpassen. Flip-Flops sind in undurchsichtigem Gelände beispielsweise denkbar schlechtes Schuhwerk», erklärt der Internist. Außerdem sollten Neugierige nirgendwo entlang gehen oder reingreifen, ohne sich vorher behutsam mit einem Stock vorzutasten.

dpa-infocom